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Nie wieder Diät: Wie ich vom Abnehmen dick geworden bin

Abnehmen, Diäten, Fitnesstipps – Jedes Jahr nach den Weihnachtsfeiertagen überbietet ein Frauenmagazin das andere mit der besten Diät und in TV-Formaten können wir lernen, wie wir endlich unsere Traum-Sommer-Bikini-Figur erreichen, indem wir dem Speck den Kampf ansagen. 

Das alles geschieht unter dem Deckmantel der Gesundheit. Denn die Medien vermitteln uns ständig: Nur wer schlank ist, kann auch gesund sein.

Unter Diät verstehe ich in diesem Artikel jede Ernährungsumstellung mit dem Ziel, das Körpergewicht und/oder den Körperfettanteil so wie Anteil der Muskelmasse zu verändern – unter dem Deckmantel, fit und gesund zu werden.

Ich war noch  keine 14  als ich mit meiner ersten richtigen Diät startete und abnehmen wollte. Zuvor hatte ich mich zwar auch nie richtig wohl mit meiner Figur gefühlt aber mich beim Essen niemals eingeschränkt. Als Kind war das Essen für mich eher immer nebensächlich gewesen, auch wenn es für die Familie sehr wichtig war.

Danach war ich ein normaler Teenager, nicht dünn aber auch keinesfalls übergewichtig. Es war Sommer und ich war oft mit einer Freundin am Rad unterwegs. Sie hatte große Probleme mit dem Essen und rutschte langsam in die Magersucht ab. Ich machte mir Sorgen um sie, aber ich wollte auch schlanker werden und begann, weniger zu essen. Das funktionierte super und es dauerte nicht lange, bis ich eine Reihe an Komplimenten erntete.

Dann hatte ich Phasen, in denen es ständig auf und ab ging. Als ich ungefähr 20 Jahre alt war, nahm ich noch einmal ganz radikal ab, weil ich unter so heftigem Liebenskummer litt, dass ich nichts mehr essen konnte. Oder ich musste so schrecklich weinen, dass ich das zuvor gegessene wieder erbrach. So war ich zwar nie mager aber ich war leichenblass und ich fühlte mich mies aber ich war paradoxerweise trotzdem froh, dass ich so schön abgenommen hatte.

Als es mir besser ging, nahm ich wieder zu und wollte natürlich wieder abnehmen.

Ich versuchte alles. Low Carb, FdH, Stoffwechsel-Diät, Kalorien zählen. Es zermürbte mich, dass Diäten zwar gut funktionierten aber dass ich nie auf Dauer durchhalten konnte.

Tschüss Diät – hallo emotionales Essen!

Irgendwann, ich muss Ende 20, gewesen sein, fiel mir ein Buch von Udo Pollmer, einem Lebensmittelchemiker in die Hände. „Esst endlich normal!“ forderte er darin auf. Das Buch mag umstritten sein, weil Pollmer laut Kritikern Übergewicht verharmlost aber für mich war es der Auftakt zum Umdenken. Zum ersten Mal seit 15 Jahren schöpfte ich Hoffnung, dass ein Leben ohne Diät möglich war.

Es begann eine Zeit, in der ich weniger Diäten machte aber umso mehr aß. Vor allem als ich mein Studium beendete und viele Stunden lang an meiner Diplomarbeit und meinen Lernunterlagen saß, stopfte ich viel ungesundes Essen in mich rein und redete mir ein, keine Zeit für Sport zu haben. Ein paar Jahre später hörte ich auf zu rauchen und ersetzte das fehlende Nikotin durch Essen, was auch gut funktionierte. Ich aß immer öfter, wenn ich Stress hatte oder frustriert war und entwickelte daraus eine Gewohnheit. 

So habe ich seit damals, als ich das erste Mal abnehmen wollte, gut 25 bis 30 Kilo zugenommen.

Der gesellschaftliche Druck, abnehmen zu müssen

Ich weiß, dass es ganz vielen Frauen ähnlich geht und kenne fast keine Frau, die nicht in ihrem Leben schon eine Diät gestartet hat. Und fast alle dieser Frauen haben etwas gemeinsam: Sie sind dicker geworden, wenn sie die Zügel wieder etwas lockerer ließen – meistens dicker als vor der Diät. Natürlich gibt es auch Frauen, die schlank bleiben, weil sie dann ständig auf Diät sind und sich ein Leben lang disziplinieren müssen – es sind die dünnen Dicken, wie sie die Therapeutin Maria Sanchez nennt.

Wenn wir nach einer Diät wieder zunehmen, leiden wir in vielerlei Hinsicht. Es ist erstens das physische Gewicht, das wir so mühsam verloren haben. Zweitens der Gedanke, versagt zu haben und nichts durchziehen zu können. Drittens ist der Blick von außen auf die undisziplinierten Dicken, der uns immer wieder medial vermittelt wird.

Dann werden von Ärztinnen und Ärzten Ernährungstipps aufgeschrieben, die im Laufe ihres Studiums vielleicht ein, zwei Kurse zum Thema Ernährung hatten. Ich bin mir sicher, dass sich 90 % aller Dicken besser mit Ernährung und der Zusammensetzung auskennen als Ärzte und Ärztinnen. Und dann kriechen auch alle möglichen Diät- und Fitnessexperten aus ihren Löchern, wenn sie dicke Menschen wittern. Sie kapieren aber alle eines nicht: Es scheitert nicht am Wissen, sondern an der Umsetzung.

Medien stellen dicke Menschen dar, als würden sie den ganzen Tag auf der Couch liegen und Chips und sich reinfuttern. Es scheint, als würde es genügen, wenn sie über ein bisschen Selbstdisziplin verfügen würden und „einfach“ besser essen und mehr Sport machen würden. Ernährungsumstellung wird das immer so schön genannt – an die ich übrigens nicht glaube. Solche bequemen Menschen mag es geben aber sie sind bestimmt nicht die Mehrheit. Und würde das Konzept der Ernährungsumstellung aufgeben, wäre Übergewicht längst passé.  

Übergewicht muss schnellstens ausgerottet werden

Das fängt bei den Kindern an. Es ärgert mich, wenn Mütter auf Facebook den hundertsten Artikel auf Facebook teilen, dass Übergewicht bei Kindern drastisch zunimmt und stolz wie Hund nach dem Kacken sind, wenn die eigenen Kinder schlank sind. Ich wage es, zu prophezeien, dass 90 % Prozent aller Kinder, die je auf eine Diät gesetzt wurden, und deren Gewicht ständig thematisiert wurden, später entweder erst recht stark übergewichtig oder aber essgestört werden. Über das Thema habe ich schon einen Artikel geschrieben. 

Versteht mich richtig. Ich trete damit nicht für einen ungesunden Lebensstil ein. Sondern dafür, Kinder (und Menschen im Allgemeinen) nicht auf ihre Körper zu reduzieren und sie regulieren und normieren zu wollen. Wenn ein Kind offensichtlich zu viel isst, braucht es nicht noch schlaue Diättipps und Sommercamps. Es braucht erst einmal ein liebevolles Hinsehen, Geduld und Frieden. Mit Erwachsenen verhält es sich ähnlich. 

Ein weiteres Problem ist auch, dass Übergewicht mit ungesundem Lebensstil gleichgesetzt wird aber dünne Menschen in unserer Weltsicht immer automatisch auch gesund sind. Ein zu dünn ist auch nie so gefährlich und lebensbedrohlich wie ein zu dick und es wird eher selten thematisiert. Oder wie viele Tipps zum Zunehmen findet ihr in diversen Frauenzeitschriften? Ein dünner Mensch könnte den ganzen Tag auf der Couch liegen und Mist in sich reinstopfen und würde rein vom Hinsehen von der Gesellschaft noch immer als gesünder bezeichnet werden als ein aktiver, dicker Mensch, der sich gesund ernährt aber auch mal gerne schlemmt und ein guter Futterverwerter ist.

Übergewicht wird auch oft als Krankheit angesehen. Übergewicht ist keine Krankheit sondern bestenfalls ein Symptom. Viele von uns haben auch vergessen, dass die Menschen, die schneller an Gewicht zunehmen und schlechter abnehmen, also die besseren Futterverwerter sind, eigentlich von der Natur gesegnet sind, weil sie früher bessere Überlebenschancen hatten. Neuere Studien zeigen, dass dieser Grundsatz sogar heute noch gültig ist. Der Internist und Hirnforscher Achim Peters hat darüber ein ganzes Buch geschrieben, das ich an dieser Stelle gerne empfehle: “Mythos Übergewicht. Warum dicke Menschen länger leben

Hier geht es weiter mit dem zweiten Teil: „Nie wieder Diät Normal essen – wie können wir es wieder lernen?“

Buchtipps aus dem Artikel

Wenn du ein*e emotionale*r Esser*in bist, oder das bei deinen Kindern beobachten kannst, möchte ich dir als erstes Maria Sanchez ans Herz legen. Du kannst dir ihre Videos auf youtube ansehen oder eines ihrer Bücher lesen wie zum Beispiel “Sehnsucht und Hunger. Heilung von emotionalem Essen“, das mir sehr geholfen hat. “Warum wir ohne Hunger essen” steht auch auf meiner Merkliste, darüber berichte ich, wenn ich es gelesen habe.

Udo Pollmer (“Esst endlich normal!”) und Achim Peters (“Mythos Übergewicht. Warum dicke Menschen länger leben“) finde ich deshalb interessant, weil sie das Thema auch aus wissenschaftlicher Sicht beleuchten und mit vielen Mythen und gängigen Vorurteilen abrechnen.

Beitragsbild: pixabay/freestocks-photos

13 Kommentare zu “Nie wieder Diät: Wie ich vom Abnehmen dick geworden bin

  1. Falls mein Beitrag das Thema jetzt unsensibel aufgreift, möchte ich mich schon einmal entschuldigen. Ich habe mir da schon öfter Gedanken drüber gemacht, aber eher aus der Perspektive: uuups schon wieder fünf Kilo abgenommen. Wie schafft man es nur keine große warme Mahlzeit am Tag zu essen, ich verhungere sonst.

    ich verstehe das mit der Body positivity nicht ganz. Übergewicht ist Übergewicht und häufig gesundheitsschädigend. Untergewicht (was meist mit einem wohlwollenden: super Figur quittiert wird) ist Untergewicht und häufig gesundheitsschädigend. Sieht es schlank sein schön aus – ich würde sagen ja, sehen Kuven sexy aus – ich würde sagen definitiv. Aber ich finde der Punkt um den es viel mehr in den Debatten gehen sollte ist: was tut denn dem Körper gut? eine Frau, die laut BMI übergewichtig ist und viel Sport treibt und sich gesund ernährt, ist bestimmt gesünder, als die schon immer schlanke Frau ohne Sport und Fast Food.

    Die Probleme Gewicht abzunehmen oder zu halten, werden oft nicht ernst genommen. Mir ist aufgefallen, dass ich sehrwohl unterbewusst auf mein Gewicht achte. Und ich kenne keine Frau, auch wenn es die eine oder andere geben mag, die schlank ist und nicht darauf achten muss, es zu bleiben. Das ist jetzt nicht die Welt, wenn man übergewichtig ist, nimmt man ja auch nicht ständig zu.

    Ebenso, was mir aufgefallen ist:
    – schlank = gesunde + kalorienarme Nahrung oder wenig zu essen
    – abnehmen und erstmal zu halten ist !!tausendmal!! schwerer als einfach ein niedriges Gewicht zu halten
    – schön ist nicht unbedingt schlank, sondern definiert
    – man ist nicht nur schnell zu dick, sondern auch schnell zu dünn für Andere

    Für mich bedeutet leicht zu zunehmen, dass man einen gesunden und guten Stoffwechsel hat. Dafür sollte man dankbar sein. Ebenfalls verbinde ich damit eine eher bessere körperliche Konstitution (z.B. bei Übergewicht, Aktiv trotz dem Gewicht zu sein, muss körperlich anstrengender sein; viel zunehmen heißt auch, dass der Körper nicht viel zum überleben benötigt).

    Meiner Meinung nach hat Übergewicht mit einer falschen Ernährungsweise über viele Jahre hinweg zu tun. Hat man einmal zugenommen, ist es schwer das wieder abzunehmen, einfach weil man es ganz schnell wieder zunimmt (ebenso nimmt man kürzlich zugenommenes Fett auch schneller wieder ab). Vor allem Menschen die seit ihrer Kindheit ungesund ernährt wurden, haben Probleme abzunehmen und das Gewicht zu halten. Das einzige was hilft ist eine Ernährungsumstellung (nichts Neues, ich weiß) und keine Diäten. Ich habe mich häufiger mit anderen über das Thema unterhalten und mir ist aufgefallen, dass sich eig alle selbst belügen. Schlanke Menschen essen (überwiegend) wenig und gesund und dickere viel und ungesund (selbst wenn es in der Menge, aber von der Kalorienmenge viel ist). Da werden dann miniportionen gegessen oder auf der anderen Seite Säfte Literweise getrunken. Ausnahmen des Alltagsverhaltens sind natürlich zu beobachten – so entstehen auch Kommentare wie: du kannst auch alles essen oder.

    Das war jetzt alles ein bisschen konfus, worauf ich hinaus will:
    Ich denke das Thema Gewicht, ist sehr emotional beladen. Es wird viel gelogen, Halbwahrheiten erzählt und sich auf seiner Unwissenheit ausgeruht. Der wichtigste Aspekt bei dem Thema wird aber fast nicht betrachtet: das einzig wichtige ist, dass man gesund ist. Dazu gehört Sport, eine ausgewogene Ernährung, jeden Tag genug Nahrung (vllt. bis auf Fastenzeiten) und eine große Portion Selbstliebe!

  2. Hey Pipa,
    Erste Diät mit 14. So fing es bei mir auch an. Jetzt bin 43 und immer noch nicht ganz in meinem Körper angekommen. Meine letzte Diät hat mir mit Punkte zählen 25 kg weniger gebracht…insgesamt habe ich mit dem System 40 kg abgenommen…aber ich will diese Abhängigkeit nicht mehr. Und versuche jetzt eine intuitive Esserin zu werden. Mit den Buch “intuitive eating“….Der Kreislauf muss endlich durchbrochen und der Kopf frei für neue Erfahrungen und Erlebnisse in jeglicher Hinsicht werden. So!
    LG Ulrike

  3. Liebe Pipa,
    danke für diesen Artikel – Du sprichst mir aus der Seele. So viele Jahre lang hatte ich Frieden mit mir und meinem Gewicht geschlossen, hab mich immer fit, gesund und schön gefühlt – auch wenn jede “Normalgewichtsliste” versucht hat, mir was anderes einzureden. Meine ersten Diät-Versuche mit ca. 20 hab ich zum Glück bald wieder beigelegt – nachdem ich nämlich gemerkt hatte, dass ich anschließen wieder zunehme und zwar immer bis ich ein bißchen schwerer bin als vor der Diät. Ich hab mich persönlich und später auch beruflich viele Jahre lang mit dem Thema Frauen und Selbstwert auseinandergesetzt und hab gedacht, das Thema wäre erledigt.
    Bis ich dann zu rauchen aufgehört und ca. 12 kg zugenommen habe. Dazu kamen ein paar psychische Belastungen und mein Körper-Seelen-Gleichgewicht war dahin. Es folgten eine Stoffwechselkur, Ernährungsberatung und alles was dazu gehört. Unter anderem war das vor allem ein massiver Verlust an Lebensfreude und Spontaneität. Höchste Zeit das wieder zu ändern. Dein Artikel hier ist gerade sehr hilfreich dabei. Ich habe zur Zeit den Eindruck es gibt kaum mehr solchen “normalen Stimmen” – danke dafür. Ich freu mich, mehr von Dir zu lesen!
    Liebe Grüße aus der Steiermark nach Kärnten 🙂
    Astrid

  4. Interessant: Esst endlich normal! war auch für mich ein ganz wichtiges Buch! Dank Udo Pollmer hatte ich schon ein paar Jahre zuvor aufgehört, Vollkorngrütze zu essen, die so gesund sein sollte, aber mir Bauschmerzen bereitete. Und mit Esst endlich normal! hat bei mir ein echtes Umdenken gegenüber Körpergewicht, Dicksein und Dicken begonnen. Ich hab mit Schrecken bemerkt, dass ich selbst in einem Denken gefangen gewesen war, das Dicke selbst für die Form ihres Körpers verantwortlich gemacht hat und sie verurteilt hat. Und das hat mir selbst auch nicht gut getan. Inzwischen kann ich körperliche Vielfalt schätzen und ihr vorurteilslos und wertschätzend begegnen (zumindest meistens).
    Esst endlich normal! war aber noch aus einem anderen Grund sehr wichtig für mich. Das Buch ist für ein Vorbild für ein gutes wissenschaftsbasiertes Sachbuch, für wirklich guten Wissenschaftsjournalismus. Genau so muss man das machen! Danke, dass Du es mir wieder in Erinnerung gerufen hast!

    • Gerne Kathrin! Bei mir war es auch so! Ich habe mir nie, aber auch gar nie was dabei gedacht, wenn ich (gesundes) Essen offensichtlich nicht vertragen habe sondern es munter weiter gegessen. Das müsste einem ja der gesunde Menschenverstand sagen, aber nein, wir glauben der Diätindustrie mehr als unserem Körper, der sich offensichtlicher nicht äußern könnte! Ich muss es auch wieder einmal lesen. 🙂

  5. Hallo,

    sehr spannender und ausführlicher Artikel. Wie du beschrieben hast ist Übergewicht eben keine Krankheit sondern ein Sympton…das verwechseln glaub ich sehr viele Leute! Ansonsten weiterhin gutes gelingen und viel Erfolg. LG

    Anmerkung: Liebe Susi, danke für deinen Kommentar! Die Website habe ich entfernt, da deine Seite für Diäten wirbt und dies meinen Grundsätzen widerspricht! Lg, Pipa

  6. Oh ja, du sprichst mir aus der Seele! Bei mir hat sich ein Kreislauf eingeschlichen, der ungesünder nicht sein kann: Jedes Jahr um diese Zeit merkte ich, ich habe zugenommen! Das erste was ich fühlte, waren Schuldgefühle – schon wieder nicht durchgehalten über Winter! Der sofortige Gedanke – abnehmen. Jedes Jahr bis in den Herbst hinein, strich ich sämtliche Lebensmittel von meinem Essensplan. Ich aß Sachen, die ich gar nicht mochte, trieb Sport wie verrückt. Ich wog mich ständig, setzte das Massband an und notierte meine Erfolge in ein Tagebuch. Das Schlimmste daran war mein Kopf. Es drehte sich alles nur noch ums Essen und Sport. Ich sah überall nur noch schlanke Menschen und verglich mich natürlich. Die Freude über mein Abnehmerfolg währte nicht lange. Irgendwann isst man wieder normal oder aus Trotz mehr als der Appetit oder Hunger ausmacht. Da dachte ich nach einer Packung Chips: “Ach guck mal, immer noch schlank, dein Körper hat’s kapiert!”. Natürlich war dem nicht so, aber das blendete ich aus. Ich hatte eingach keine Lust mehr auf Einschränkungen und Verbote! Tja, und dann sah ich vor kurzem Sarina Nowak im Fernsehen. Ein Skinny Model wurde zum Curvy Model und ist erfolgreicher denn je. Sie sah gut aus, fand Ich! Sie strahlte mit jedem Gramm ihres Körpers zufrieden. Das sei ihr natürliches Gewicht, meinte sie. Sie ernähre sich weitesgehend gesund und macht auch Sport, aber nichts exzessiv und verbietet sich nichts. Mein Vorbild! Meine natürliche Figur war Curvy. Nach den Geburten von zwei Kindern habe ich Bauch. Den habe ich nie weg bekommen. Das letzte wo ich abnahm, war mein Bauch. Den musste ich als erstes annehmen. Ich lernte auch, dass ich mich trotzdem anziehen darf, wie ich möchte und keine “Zelte” tragen muss. Was ich brauchte war Selbstbewusstsein, keine Diät! Nun trage ich Kleidergröße 40/42. Es ist alles noch ein Prozess. Mal fühle ich mich schön, mal total unattraktiv. Aber eines steht fest: Nie wieder Diät oder “Ernährungsumstellung”!

    • Liebe Nancy! Deine Gefühle in der ganzen Palette kenne ich auch! 😀 Die Sarina Nowak find ich auch gut, aber mich nervt halt schon grundsätzlich das ganze Schönheitstheater – Curvy Models sind ja auch wieder einem Ideal unterworfen (schönes Gesicht, gute Proportionen etc.). Schönstes Zitat von dir: “Was ich brauchte war Selbstbewusstsein, keine Diät!” 🙂

  7. Hallo Pipa
    Bin zur Zeit auch ein wenig am rum-diäten. Keine Chips, keine Schokolade, kein Kuchen, kein Bier, also alle Zwischen-Mahlzeiten und Absacker sind gestrichen. Ansonsten wird normal gegessen. Hab gelesen, mehr als ein Kilo pro Monat soll man gar nicht abnehmen. Alles andere ist ungesund.

    • Hallo Robert,

      super mach weiter so!! Glaube das 1-3 Kilo pro Monat gesund sind. Ganz liebe Grüße

      Anmerkung: Liebe Susi, danke für deinen Kommentar! Die Website habe ich entfernt, da deine Seite für Diäten wirbt und dies meinen Grundsätzen widerspricht! Lg, Pipa

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