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Singlefrau: warum ich ehrlich keinen Mann brauche!

Ich habe mir das Leben als Singlefrau selbst ausgesucht. Ich warte nicht auf den Richtigen und ich habe auch nicht einfach resigniert. Ich BRAUCHE einfach keinen Mann und habe eigentlich nie einen gebraucht. Und ich verwende absichtlich dieses Wort.

Viele mögen sich denken: Wieder so eine, die sagt, dass sie keinen Mann braucht, aber sich insgeheim nach dem Traumprinzen sehnt. Manches wird euch nach dem Lesen dieses Beitrages klarer erscheinen.

Ich werde nicht die hundertste Liste schreiben, warum das Leben als Singlefrau besser ist, als eine Partnerschaft zu haben. Genauso schlimm wäre es, wenn ein Elternteil darüber schreibt, dass es besser ist, einen Sohn zu haben anstatt einer Tochter. Es geht nicht um besser oder schlechter. Es geht darum, dass das eine Lebenskonzept dem anderen gleichwertig ist. Sofern man es selbst gewählt hat und nicht darunter leidet.

Ich möchte euch einen Einblick geben, dass ich nicht den einen Menschen in meinem Leben brauche, der alle meine Bedürfnisse erfüllt. Und zwar deshalb, weil alle meine Bedürfnisse erfüllt sind.

Ich bin nicht allein mit meinem Alleinsein

Da ist Carina, die ständig damit konfrontiert wird, dass sie der Liebe davonläuft.

Sinah, die nicht mehr hören will, dass sie sich endlich ein Partner suchen soll.

Aleksandra, die sich fragt, warum Singlestatus immer Einsamkeit bedeuten muss.

Paula, der die Menschen unterstellen, das Singleleben sei langweilig oder sogar gefährlich!

Als Singlefrau muss man sich oft rechtfertigen

Lustig, dass das Lebenskonzept „Singlefrau“ so spannend für andere Menschen ist. Weil es einfach immer noch „komisch“ ist, als Frau allein zu sein.

Und bemerkenswert, dass wir Singlefrauen uns selbst so viele Gedanken über dieses Thema machen (müssen).

Mir zum Beispiel kommt manchmal vor, als würde mein Gegenüber auf die Offenbarung warten, dass ich tieftraurig bin, weil ich (noch) keinen Freund habe.

Oder ich begegne Menschen, die mir versichern, dass der Richtige schon noch kommen würde. Da haben sie fast schon Tränen in den Augen aus Mitleid.

Oder Männer, die fragen, warum denn eine Frau wie ich denn keinen Freund oder Mann hat. Was ist denn bitte eine „Frau wie ich“?

Mein Bruder sorgte kürzlich auf einer Familienfeier für Lacher als er sagte: „Jaja, jetzt tut sie so cool. Und wie sie dann darin aufgehen würde, wenn sie für einen kochen und putzen kann.“ In solchen Situationen – auch wenn ich mitlachte und keine Spaßverderberin sein wollte – wird mir schmerzlich bewusst: Selbst nahestehende Menschen glauben, dass sie mich besser kennen als ich mich selbst. Weil ich mein Leben so führen sollte, wie es die gesellschaftliche Ordnung verlangt und jede Abweichung davon unverständlich und irritierend ist.

Ich möchte richtig verstanden werden. Die Entscheidung für ein Leben als Single ist eine individuelle. Damit will ich sagen, dass es nicht im Allgemeinen so ist, dass Frauen keine Männer brauchen. Geborene Familienfrauen werden sich ein Leben ohne Mann und Kinder nicht vorstellen können. Wenn solche Frauen sich ihren Traum nicht erfüllen können, wird ihnen immer etwas fehlen. Oder sie werden sich bei Nichterfüllung gut arrangieren müssen.

Jede Frau braucht doch einen Mann. Das war schon immer so.

Dass es immer mehr Singles gibt, liegt, glaube ich, nicht daran, dass sich die Menschen geändert haben. Sondern eher die Umstände. Ich denke, dass es schon immer Menschen gab, die emotional keine Partnerschaft brauchten. Und dass es schlicht für die Aufzucht des Nachwuchses vonnöten war.

Wäre ich in diesen früheren Zeiten aufgewachsen, hätte ich selbstverständlich einen Partner gebraucht. Es hätte auch gar keine Diskussion darum gegeben, ob ich Mann und Kinder will. Ich wäre geschwängert worden und hätte mich schließlich dem Ganzen gefügt. Und ja – vielleicht hätte mir das Leben auch gefallen!

Heute habe ich die Wahl. Und will mich nicht aktiv dafür entscheiden. Für einen Partner oder Mann und auch nicht für Familie.

Ich brauche natürlich, wie alle anderen Menschen auf der Welt Liebe, Aufmerksamkeit, geistige und körperliche Nähe und Zärtlichkeiten.

Aber ich brauche nicht den einen Mann für das alles.

Zu zweit ist alles einfach schöner!

Für viele Menschen ist es das. Für mich nicht.

Als Singlefrau werde ich oft gefragt, ob ich denn nicht viel lieber zu zweit fernsehen will. Oder ob ich nachts im Bett nicht einsam bin und mich nach jemandem sehne.

Fernsehen ist so ziemlich das Allerletzte, was ich zu zweit machen will und ich genieße die Zeit alleine auf der Couch unglaublich.

Wenn ich von einem anstrengenden Tag nach Hause in meine Wohnung – mein Heiligtum, mein Nest, meine Oase – komme, möchte ich einfach nur meine Ruhe. Die Vorstellung, dass jemand auf mich wartet oder nach mir nach Hause kommt und etwas von mir will, ist richtig schlimm.

Und ja, das Bett. Ein Kapitel, das auch berücksichtigt werden muss.

Singlefrau und Sex

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Thema als Singlefrau anzugehen.

Die Garantie auf Sex ist jedenfalls für mich kein Grund, eine Beziehung einzugehen. Ich kenne Paare, die feiern öfter Weihnachten und Ostern im Jahr, als dass sie miteinander schlafen.

One Night Stands sind eher für die Zeit, wenn man noch jung oder viel im Nachtleben unterwegs ist, würde ich sagen. Oder beides. Und funktionieren wunderbar in Verbindung mit viel Alkohol. Sie sind aber in vielen Fällen nicht wirklich erfüllend.

Ich bevorzuge Varianten, bei denen man sich kennenlernen und Vertrauen aufbauen kann. Freundschaft plus, Romanzen und wie sie alle heißen.

Dauersingles sind beziehungsunfähig

Das mag sein. Ich bin der Meinung, dass man schon ein gewisser Typ Mensch sein muss, um ein „erfolgreiches“ Singleleben führen zu können. Eher einzelgängerisch. Das gilt natürlich nicht für die Allgemeinheit, aber auf mich trifft es zu. Dazu bin ich introvertiert und schüchtern. Meine Freundinnen und Freunde fallen bei diesen Aussagen wohl gerade lachend vom Stuhl. Ich lasse euch den Spaß! Ob diese Eigenschaften zu Beziehungsunfähigkeit beitragen, weiß ich nicht. Es ist mir aber auch egal. Für mich fühlt sich das Leben ohne romantische Partnerschaft gut an und platonische, auch langjährige Beziehungen, habe ich genug.

Frauen wollen keinen Partner mehr, weil sie enttäuscht worden sind

Ich mag Männer sehr gerne und habe keine Vertrauensprobleme oder Bindungsangst, wie es einer Singlefrau oft unterstellt wird. 

Diesen Punkt möchte ich trotzdem nicht komplett ausschließen. Es gibt bestimmt manche Frauen, denen ein Mann so wehgetan hat, dass sie gar keinen Partner mehr wollen.

Ich war von meinem 16. bis zu meinem 25. Lebensjahr fast durchgehend in Beziehungen und von der großen Liebe über nett bis hin zu richtig scheiße war alles dabei. Richtig enttäuscht wurde ich nie, bis auf den ersten Liebeskummer mit 20. Klar hatte ich danach kurz genug von den Männern. Aber auch der schlimmste Liebeskummer geht vorbei.

Der Hauptgrund, warum ich irgendwann aufgehört habe, Partnerschaften einzugehen, war der, dass sie mich einfach nicht erfüllten. Und dass ich mich ständig nach Freiheit sehnte, so „praktisch“ es manches Mal auch war, einen Freund zu haben.

Liebe und Nähe

Wo holt man sich denn die Liebe, wenn man keinen Partner hat?

Für mich ist Liebe viel mehr als nur Sache zwischen Mann und Frau.

Ich kann auch als Singlefrau viel Liebe empfinden. Wenn ich mit einer guten Freundin rede. Oder wenn ich mit meiner Katze kuschle. Oder daheim in meinem Elternhaus bin. Und ich bin von dieser Liebe und Kraft erfüllt, wenn ich an schönen Orten in der Natur bin. An meinem Lieblingsbach oder irgendwo, wo es ganz still und grün ist.

Liebe ist also für mich nicht etwas, was mir ein anderer Mensch gibt, indem er mir sagt, dass er mich liebt. Zu oft werden diese Worte auch achtlos ausgesprochen und kommen nicht von Herzen. Liebe ist für mich ein Gefühl und Liebe besteht nicht aus leeren Phrasen. Es ist für mich ein Zustand, in dem ich vollkommen erfüllt bin.  

Die romantische Liebe

Natürlich kommt und kam es vor, dass ich mich verliebe, wenn auch ausgesprochen selten.

In den letzten Jahren waren die Gefühle aber nie so stark oder der Mann besonders genug, dass ich dafür mein Singleleben aufgegeben hätte.

Es ist in etwa mit diesem Szenario vergleichbar: Stellt euch vor, ihr seid in einer glücklichen Beziehung und liebt euren Partner. Aus welchen Gründen auch immer lasst ihr euch auf eine Affäre ein. Steigt ihr dann aus eurer Hauptbeziehung aus?

In meinem Fall ist meine Hauptbeziehung die Beziehung zu mir selbst. Ich bin mir treu und achte darauf, was mir gut tut und darauf, dass ich glücklich bin. Und bei all dem ist es mir auch wichtig, frei zu sein. Warum das also für ein Strohfeuer aufgeben?

Die Romantik brauche ich nicht so sehr. Kuschelmusik und Heiratsanträge in der Öffentlichkeit finde ich ziemlich öde. Sonnenuntergänge genieße ich sehr gern auch alleine.

Das Thema Kinder

Menschen sind oftmals sehr betroffen, wenn sie hören, dass eine Frau keine Kinder will.

Kinder sind für mich auf jeden Fall ein Argument, eine Partnerschaft einzugehen. Als Kind dachte ich, ich werde einmal Mama sein. Mit 16 dachte ich, dass ich mit 25 Kinder bekommen werde. Heute bin ich 34 und ich habe noch immer keinen Kinderwunsch. Ich höre auch meine innere Uhr nicht ticken.

Was wäre für mich nun die Lösung? Augen zu und durch und dann hoffen, dass mich die Mutterschaft erfüllen wird?

Einen gesellschaftlichen Auftrag erfüllen? Das will ich nicht. Dann kämpfe ich lieber dafür, dass andere Frauen, die in der Mutterschaft aufgehen, bessere Bedingungen haben und mehr Kinder haben können, sofern sie es wollen.

Männer und flirten

Ich rede gerne mit Männern, ich bin gerne mit Männern zusammen und ich flirte auch gerne mit ihnen. Wie wohl die meisten Singlefrauen.

Dafür eignen sich Singlebörsen oder Weggehen bestens. Hier ist alles drin, von ein bisschen schäkern bis hin zu tiefgründigen Gesprächen. Alle diese Formen und den Austausch mit Männern genieße ich sehr.

Eine Partnerschaft – für immer ausgeschlossen?

Ich bin immer offen für Menschen, die mein Leben bereichern.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass ich mich jemals für einen Menschen und eine Partnerschaft entscheiden würde, wenn er mein Leben noch schöner machen könnte.

Es ist nur gerade absolut undenkbar, dass ein einziger Mensch dies längerfristig schafft und ich dafür meine Freiheiten aufgebe.

Eben, weil ich im Moment alles habe, was ich will brauche und rundum sehr glücklich bin.

Ob ich im Alter dann alleine sein will?

 Für viele ist es das Horrorszenario schlechthin.

Ein kleines Häuschen am Land, ein paar Tiere.

Ein Garten.

Sich nicht darum kümmern, was die Leute sagen und ein bisschen kauzig sein.

Im Ruhestand im Schaukelstuhl sitzen, lesend, mit einer der Katzen am Schoß.

Wenn ich an dieses Bild denke, bin ich selig.

Als verrückte, alte Katzenfrau enden.

Meinem Lebenstraum kommt das sehr, sehr nahe.

Bist du auch Single und genervt von den Fragen deiner Verwandten? Hier findest du die richtigen Antworten:

5 Fragen, die du als Singlefrau nicht mehr hören kannst! (Plus Antworten!)

Buchempfehlungen:

Hier sind meine zwei Lieblingsbücher (enthalten Werbelinks) zum Thema Frausein und Sex – zwei Klassiker, die jeder einzelnen Frau beim Lesen gut tun und ihr Selbstvertrauen stärken werden! Auch habe ich diese Bücher schon mehreren meiner Freundinnen geschenkt. 

Die Wolfsfrau – Die Kraft weiblicher Urinstinkte

Der Weg der Kaiserin

Hinweis für Kommentare: Dies ist meine persönliche Geschichte zu meinem Lebenskonzept.  Ich freue mich über einen Austausch in den Kommentaren. Themenrelevante Kommentare sind sehr gerne gesehen. Kommentare, die ein anderes Thema behandeln oder gegen meine Werte (Höflichkeit, Respekt) verstoßen, werden gelöscht. 

Hinweis zu Werbung: Dieser Artikel enthält Werbelinks. Wenn ihr über diese kauft, erhalte ich eine kleine Provision. Ich empfehle nur Produkte und Dienstleistungen, die ich selbst gekauft/getestet und für nützlich oder gut befunden habe. Natürlich freue mich auch, wenn du lokale, kleinere Unternehmen unterstützt und z. B. in deiner örtlichen Buchhandlung einkaufst. 

Beitragsild: Daniela Vallant

67 Kommentare zu “Singlefrau: warum ich ehrlich keinen Mann brauche!

  1. Dresdnerin

    Ich finde den Artikel sehr schön. Bin w 34/Kinder sind mir ein Graus und hatte,bis auf einen kurzen Versuch den ich trotzallem nicht bereue, in dem es mit mental von Woche zu Woche schlechter ging keine Beziehung. Klar man traff 1 oder 2 mal im Jahr Herren aber da ging es mir ähnlich wie einer anderen Schreiberin dass ich panisch an die Zunuft dachte. Ich hab gerne Menschen um mich aber auch jetzt passiert es mir immer wieder im Alltag wenn ich so die Herren im öffentlichen Raum betrachte “oh Gott dem wärst du doch gar nicht gewachsen” und bekommen sofort den Knoten im Hals. Ich fühle mich innerlich auch gar nicht wie 34 eher irgendwas um die Mitte 20, liebe es mich vom Tag überraschen zu lassen und bin mit grosser Wahrscheinlichkeit asexuell. Ich bin kein Einzelgänger,hab auf Arbeit und privat genug Kontakte aber am wohlsten fühle ich mich zu Hause oder im grünem wenn die Tür hinter mir zu geht. Ergänzend zu sagen wäre dass ich untypisch im Männerjob arbeite und geistig/innerlich entwicklungstechnisch gleichaltrigen voraus bin ohne hyperintelligent zu sein – sprich mit den meisten partylastigen Lebensgestaltungen kann ich nix anfangen und auch die andren nix mit meiner. So kommt es dass ich doch eher Kontakt zu 10 bis 20 Jahre älteren Menschen haben, die allerdings leider gern hoffen in mir eine Partnerin zu finden – also die Herren. Somit bin ich immer in einer Zwickmühle weil ich weder mich noch andre verletzen will.

    Mein grösstes Problem ist leider die Verwandschaft,die das grösstenteils so gar nicht verstehen will und ich hab leider auch keine Ahnung wie ich da souveräner werden könnte. Tue zwar immer als wenn die Seitenhiebe an mir abprallen aber innerlich verletzt es mich schon. Viele würden jetzt sagen na dann beende doch den Kontakt aber das finde ich den falschen Weg denn im Grunde sind mir die meisten davon sehr wichtig.

    Kurz um das grösste Problem ist und bleibt die heuchlerische Gesellschaft : auf der einen Seite soll man für jung und alt sorgen, auf der andren Seite ist unsre Familien-/Renten- und Pflegepolitik so grotig und auch die Wirtschaft hasst es wenn man lieber Oma und Kind der 50h Woche vorzieht.

    Dieses kämpfen gegen Windmühlen ist doch nicht Sinn des Lebens!

  2. Ganz toll geschrieben. Mir geht es genauso. Es gibt nichts Erfüllenderes als den eigenen inneren Frieden zu spüren und ganz mit sich selbst verbunden zu sein. In einer Paarbeziehung ist das so nicht möglich, da man immer einen Teil von sich aufgeben muss und dadurch nicht mehr den vollkommenen Kontakt zu sich selbst und den eigenen Bedürfnissen hat.

  3. Ein wirklich sehr guter Artikel, ich erkenne mich darin selber sehr gut wieder.
    Bin 39 und war immer schon Single. Die Gründe dafür sind vielfältig, und es hat sich einfach über die Zeit so ergeben, ohne dass es den einen ganz speziellen Auslöser gegeben hat.
    Auch ich bin eher eine Einzelgängerin, was nicht bedeutet dass ich nicht auch andere Menschen gerne um mich habe. Aber ich brauche keinen Partner, denn ich habe einen stabilen Freundeskreis und eine Arbeit, in der ich erfolgreich und durch die ich finanziell ziemlich gestellt bin.
    Früher hat es mich belastet, dass sich scheinbar nie ein Mann ernsthaft für mich interessiert hat. Ich dachte oft, dass irgend etwas doch nicht ganz mit mir stimmen kann. Teilweise habe ich dieses Gefühl heute noch, das Gefühl eines gewissen Makels.
    Dann wiederum bin ich dankbar für meine Freiheit und Unabhängigkeit. Ich kann es mir auch nicht vorstellen mit einem Mann zusammen zu wohnen, dafür habe ich einfach viel zu gerne meine Ruhe.
    Diesen Zwang, am Abend oder am Wochenende etwas mit dem Partner unternehmen zu müssen finde ich sehr anstrengend.

    Inzwischen bin ich so weit dass ich all die Vorteile des Alleinelebens sehr zu schätzen weiß und emotional keinen Partner an meiner Seite brauche um zufrieden zu sein und mich erfüllt zu fühlen.

    Leider ist ein selbst gewähltes Single- Dasein auch in unserer modernen westlichen Welt noch immer etwas, was skeptisch beäugt wird.

    Es gibt eben immer die zwei Seiten einer Sache.

  4. Liebe Pipa,
    ich habe bestimmt seit Jahren keinen Kommentar mehr im Internet hinterlassen – vielleicht, weil mich nie etwas wirklich angesprochen hat. Zudem bin ich nicht leicht zubeeindrucken und eher geizig mit Lob. Aber dieser Artikel über Dein Singledasein ist einfach nur bemerkenswert, und ich ziehe den virtuellen Hut vor Dir! Ehrlich und authentisch auf den Punkt gebracht, ohne auch nur eine Spur Verbitterung oder verzweifelter Rechtfertigung. Ich unterschreibe jeden einzelnen Satz und fühle mich als überzeugte Singlefrau zum ersten Mal wirklich verstanden. Vielen Dank!
    Liebe Grüße von
    Chiyo

    • Woah, was soll man zu so einem Kommentar sagen. Am besten lesen und genießen und akzeptieren, dass auch mal die Worte fehlen. 🙂 DANKE

  5. Hallo, ich bin verheiratet und beneide Frauen wie Euch.
    Ich würde auch am liebsten nur noch alleine sein und nie wieder irgendeine Art von Beziehung eingehen und dass obwohl ich meinen Mann liebe.
    Aber dieses Leben als Hausfrau ist einfach nur zum Ko**** .
    Obendrein bin ich dusselige Kuh auch noch finanziell komplett abhängig und konnte mich beruflich nie selbst verwirklichen da ich mit 21 ungeplant schwanger geworden bin und danach nur noch für meinen Sohn da war.
    Leider wurde ich obendrein auch noch schwer krank so dass ich damals mein Studium abbrechen musste.
    Ich habe oft das Gefühl in meinem Leben nur Mist gebaut zu haben!
    Mir ist es furchtbar peinlich das hier zu zu geben aber leider ist es die Wahrheit.
    Ich bin mittlerweile der Meinung dass Frauen nie und unter keinen Umständen von Partnerschaften “profitieren”- geht Frau eine Partnerschaft ein so ist es eigentlich so gut wie immer eine Minus Rechnung, dazu kommt dann noch die nicht gerade prikelnde Auswahl an potentiellen Partnern….
    Lasst Euch nicht einreden dass Euch etwas fehlen muss!
    Unglaublich dass es Leute gibt die so etwas auch noch laut aussprechen müssen.

    • Hey Nevaeh. Danke für deinen Kommentar! Ich muss sagen, dass ich das etwas anders sehe, nämlich, dass Menschen sehr wohl von Partnerschaften profitieren können und eine gute Partnerschaft sehr wertvoll ist. Ich kann deine Gefühle sehr gut verstehen, doch das Gras ist auf der anderen Seite auch nicht immer grüner. Du sagst du bist finanziell unabhängig – das heißt aber auch, dass du versorgt bist. Ich bin finanziell unabhängig und frisch selbstständig, das heißt, ich muss ganz allein für mich aufkommen ohne Sicherheitsnetz. Alles hat zwei Seiten und auch die “Unabhängigkeit” hat ihren Preis.
      Weißt du, was mir an meinem Blog mittlerweile am wichtigsten geworden ist? Ich will keine Plattform mehr bieten, wo man sich runterzieht, sondern bestärkt und motiviert. Auch du kannst dich beruflich noch einmal neu orientieren und hast eben sogar den Vorteil, dass du dich ausprobieren kannst, ohne, dass dir viel passieren kann. Auf meinem Business-Blog ines-fritz.at/blog habe ich letztens über die Möglichkeiten geschrieben, wie sich Frauen auch etwas von zu Hause aus aufbauen können – lies doch mal dort rein und lass dich inspirieren.
      Du bist bestimmt nicht die Einzige, die das Gefühl hat, Mist gebaut zu haben – das können sehr, sehr viele Frauen, verheiratet, geschieden, verwitwet oder Single nachvollziehen. Gib dich nicht auf sondern denk nach, wie du dein Leben verändern und bereichern kannst! Ich wünsche dir alles, alles Gute und viel Kraft und lass wieder mal von dir hören, wenn du magst! 🙂 Deine Pipa

      • Nevaeh

        Hallo Pipa, vielen Dank für Deine nette Antwort und die aufmunternden Worte…das hat mir sehr geholfen.
        Ich wollte nur sagen dass ich meinen Mann und meinen Sohn sehr liebe und ich sie niemals missen möchte!
        Falls ich mit meinem Post jemanden runtergezogen habe so tut es mir sehr leid.

        Liebe Grüße und alles Gute!

        • Hallo Nevaeh, ich glaube, nicht, dass du das hast! Tut mir leid, falls ich zu forsch war. Das sollte nicht so gemeint sein. 🙂

  6. WOW! Normalerweise schreibe ich nie Kommentare, aber zu Deinem Artikel muss ich einfach, denn er öffnet mir gerade die Augen! Nun werd ich bald 36 und irgendwie gehts mir genau wie Dir und allen die hier ihre Kommentare hinterlassen. Und ich dachte schon ich bin “plem plem”. Denn eigentlich bin ich am glücklichsten und entspanntesten wenn ich alleine bin. Das wird mir gerade klar und das obwohl ich in einer Beziehung bin und wir von allen Seiten wegen Hochzeit, Familiengründung, Nestbau etc. bequatscht und genervt werden. Das geht soweit dass ich mir schon fast einreden hab lassen dass ein Kind und das ganz Drumherum nun endlich “vollbracht” werden sollte… Aber es fühlt sich für mich nicht richtig an. Den als ich noch allein war, gab es diese Gedanken gar nicht, ich wollte (und will auch jetzt auch nicht) nie heiraten. Wir wohnen nicht mal zusammen und das nach sechs Jahren Beziehung. Und irgendwie wird mir klar, dass ich mir das auch nie vorstellen kann. Auch diesen Gedanken hatte ich noch nie, ich liebe meine eigene kleine Wohnung, mein Bett für mich allein, tun und lassen was ich will. Ich bin es nicht gewohnt, auch nach sechs Jahren Beziehung, jemanden Rechenschaft abzulegen, dauernd ans Handy gehen zu müssen. Für mich ist es befremdlich wenn mein Partner mich fragt ob es ok ist dass er mit seinen Kumpels unterwegs ist – who cares?! Vor der Beziehung war ich schon immer allein unterwegs, war allein bergsteigen, im Kino, beim shoppen, das ging sogar soweit dass ich nicht einmal meine Freundinnen brauchte (die jetzt eh nicht mehr da sind, weil sie alle Familien haben oder besser gesagt Torschlusspanik hatten und alle irgendwie Kinder in diese Welt setzen und nun getrennt von dessen Vätern leben). Auch ich wurde schon für lesbisch, schüchtern, unentschlossen, introvertiert und verbittert gehalten. Vielleicht reagiert man halt mal launisch und genervt wenn man nur auf den Beziehungsstatus reduziert wird. Da kannst du einen Nobelpreis gewinnen, der ist aber nicht so interessant wie dein Beziehungsleben! Soviel zu der ach so tollen Toleranz und Selbstbestimmung in unserem Land! Mittlerweile bin ich der Meinung das überzeugte Singles weniger Stress und mehr Spass am Leben haben! Die Medien sind voll von Beziehungsratgebern und Foren in denen immer wieder die selben Beziehungsfragen auftauchen wie:; mein Partner findet mich nicht mehr sexy oder ich hasse meine Schwiegermutter…etc..pp. 🙂 Mal schaun was das Leben noch bereit hält, schönes Wochenende!

  7. Hallo liebe Pipa,

    cooler Beitrag! Ich bin heute mal an ein paar Freundinnen (Single auf der Suche und auch verheiratete) Mit folgender Frage herangetreten: Was ist eigentlich der Mehrwert einer Partnerschaft?
    Tja was soll ich sagen, es gab keine ertragreichen Antworten. 😉
    Ich dachte schon ich sei etwas komisch und unromantisch, bin aber total happy so wie es jetzt ist. Ich hab 2 Jungs und bin total zufrieden, alles alleine machen zu können und ich muss mich um niemanden zusätzlich “kümmern”. Das Leben tat für mich so viel leichter, wenn ich tun und lassen kann wann ich will wo ich will und mit wem ich will. Lol Nicht umsonst bin ich auch selbständig!
    Also danke für deinen Beitrag!

    LG Romana

  8. Es ist ärgerlich, wenn man den Eindruck hat, dass man sich für sein Leben und seine persönlichen Entscheidungen rechtfertigen muss. Das sollte so nicht sein!
    Vielleicht kehren wir den Spieß einfach mal um:

    Warum muss sich eigentlich niemand dafür rechtfertigen, dass er einen anderen Menschen unbedingt und um jeden Preis exklusiv an sich binden will? Immerhin ist es total egoistisch, wenn man den Anderen in seiner Entfaltung potentiell einschränkt.

    Warum darf jeder – ohne Stirnrunzeln auszulösen – einem anderen Menschen die (Mit)Verantwortung für das eigene Lebensglück aufdrängen? Immerhin ist damit sogar eine Mutter, die für ihre eigenen Kinder sorgen will, überfordert. Und Mutterliebe ist die einzige Form der Liebe, die die Natur wirklich zwingend vorgesehen hat, weil ein Säugling/Kleinkind alleine überhaupt gar nicht überleben kann.

    Warum wird das Bedürfnis nach einer Liebesbeziehung eigentlich nicht als Mangel angesehen, als Ersatz für etwas ganz anderes (so ähnlich wie der Wunsch nach Schokolade)? Immerhin erzählen diese Menschen selbst, dass sie sich “einsam” und “unvollständig” fühlen.

    Mit meinen Fragen möchte ich das Konzept der Liebesbeziehung gar nicht abwerten. Ich möchte nur seine unbedingte Geltung einschränken und klar machen, dass sie eben nicht überlegen ist in Bezug auf Moral oder Lebensglück.

    • Katrin, du sprichst mir aus der Seele. Über das habe ich schon sehr oft nachgedacht – nämlich auch über den Umkehrschluss! Außerdem ist die Mutter-Vater-Kind-Familie ja eigentlich auch nicht das, was die Natur für uns vorgesehen hat sondern hat sich erst entwickelt – warum können sich dann nicht auch andere Lebens- und Beziehungskonzepte entwickeln? Danke für deine Gedanken … sehe das ebenso, ohne andere Konzepte in Frage zu stellen oder zu bewerten. 🙂

    • Nadine

      Danke für diesen Artikel. Ich bin so froh deine Website gefunden zu haben
      Ich bin seit 10 Jahren Single und zufrieden damit.ich wünsche mir keine Beziehung und habe auch keinen Kinderwunsch. Ich liebe meine Freiheit und Unabhängigkeit, aber an jeder Ecke meines Lebens muss ich mich rechtfertigen. Leider zweifelt man irgendwann an sich selber, obwohl man ganz genau weiß, was man im Leben will.

      Ich bin froh,dass es noch andere Frauen wie mich gibt und ich nicht alleine bin.
      Ich fühle mich wie ein Alien von einem fernen Planeten

      Ich hasse es ,dass ich nur auf eine Beziehung und Kinder reduziert werde…warum zähle ich als Mensch nicht???

      Aber jetzt fühle ich mich schon besser und in meiner Sichtweise bestärkt ☺

      Liebe Grüße Nadine

  9. Oh mein Gott, ich habe gerade tatsächlich gegoogelt, ob es “normal” ist keine Beziehung zu wollen und bin schwupp dabei auf diesen Artikel gestossen. Da kann man mal sehen, wie sehr man sich durch andere verunsichern lassen kann, selbst wenn man sich seiner Sache sicher ist.
    Ich bin 25 und verdammt glücklicher Single, der auf Männer steht und auch sehr viele davon im Freundeskreis hat. Tja nach ein paar Drinks hatte ich letzte Nacht mit einem davon eine heiße Disskusion, dass ich doch unmöglich glücklich sein könnte, so “allein”. Ob ich nicht nachts manchmal das Gefühl hätte, dass mein Bett viel zu groß sei, ich hab ihn beinah ausgelacht. Mindestens genauso verwirtt war er, warum ich immer Typen den Laufpass gebe, wenn sie eine Beziehung wollen, ich solle es doch einfach ausprobieren, vielleicht ist es ja “der Richtige”. Nur habe ich gar nicht das Bedürfnis danach, ich würde mir ja auch keine Eissorte bestellen auf die ich keine Lust habe, wenn es mein Lieblingseis gibt.
    Gut eine Stunde habe ich mich versucht zu rechtfertigen für etwas, für das ich mich wirklich nicht rechtfertigen müssen will. Leider ist, außer mir, niemand wirklich zufrieden mit meiner Entscheidung. Meine Freunde – mal abgesehen von meinem männlichen Äquivalent, der mich 100% nachvollziehen kann- finden es irgendwie komisch und der Großteil meiner Verwandtschaft hält mich für eine arme, verbitterte Jungfer oder Homosexuell – nicht, dass daran etwas schlimm wäre, aber dauernd diese Verschwörungstheorien, warum ich nie einen Freund mitbringe nerven. Es ist nicht so, dass ich eine Beziehung oder Familie kategorisch ausschließe, ich habe einfach nur nicht das Bedürfnis danach und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich mich dadurch glücklicher und zufriedener fühlen würde, als ich es im Moment tue, auch wenn es keiner versteht. Dieser Artikel hat mir so unfassbar aus der Seele gesprochen.
    Ich liebe meine Freiheit, niemanden Rechenschaft für irgendetwas schuldig zu sein und mich in der Mitte meines Bettes breit machen zu können. Ich liege nicht auf einer Seite und warte auf meine zweite Hälfte, die mich komplett macht. Ich bin voll und ganz vollständig und sehr glücklich, dass ich nicht der einzige Mensch bin, dem es so oder so ähnlich geht.
    Also danke für den Artikel

  10. Ich liebe dich für diesen Artikel!

  11. Liebe Pipa
    Danke für diesen herrlichen Artikel! Noch niemand zuvor hat meine eigenen Ansichten, was das Singleleben betrifft, so gut in Worte gefasst. Ich bin fast 36 Jahre alt und habe mich sehr lange gefragt, was mit mir nicht stimmt. Einerseits sehne ich mich nach einem Mann, doch lerne ich jemanden kennen, wird mir Angst und Bange. Ich bekomme Panik und denke darüber nach, für was ich alles keine Zeit mehr haben werde und dass ich mich anpassen muss. Das will und kann ich nicht.
    Ich wollte IMMER einen Mann und, vor allem, Kinder. Doch entwickelt sich etwas, will ich davonrennen. Paradox irgendwie. Ich verstehe bis heute nicht so ganz, weshalb ich so “ticke”. Aber wahrscheinlich bin ich mir selber genug, wahrscheinlich ist es mir schlussendlich am Wichtigsten, frei zu sein. Und frei sein kann ich nur, wenn ich Single bin.
    Und meiner Meinung nach gibt es nicht nur die Partnerliebe. Es gibt so viele andere Lieben, die genauso stark und wichtig sind, wie die Liebe zu Freunden, Familie, zu Hobbies, zur Natur,…man kann für fast alles Liebe empfinden. Und sich selbst zu lieben ist doch sowieso das Allerwichtigste. Wenn man sich selber genug ist, ist man nie alleine.
    Liebe Grüsse an alle glücklichen Singles. 🙂
    Eure Marianne

  12. Schön zu lesen was du schreibst, Pipa. Wir sind echt in Ordnung so wie wir sind. Das ist kein Makel an uns. Manchmal denke ich vielleicht sind die wenigen Menschen, die ticken wie ich, dem Zeitgeist einfach zu weit voraus, als dass die Masse uns verstehen könnte. Es findet einfach keinen Platz in ihrer Vorstellung dass uns nichts Elementares fehlt. Ich will nicht überheblich klingen aber ich glaube tatsächlich dass das Gros der Menschen in unserer Gesellschaft uns einfach nicht verstehen kann weil wir in unserer Entwicklung bereits auf einer höheren Ebene sind. Oh Mist, das klingt tatsächlich hochnäsig! Aber es ist doch einfach so wie du schreibst: wir brauchen diesen ganzen Partnerschafts-Kram einfach nicht. Vielleicht sehne ich mich hier und da mal nach etwas, das ich nicht habe. Aber wenn ich dann an den Preis meiner Freiheit und Unabhängigkeit denke, dann ist diese Phase auch ganz schnell wieder vorbei. Ich bin übrigens 45 und zwei mal geschieden. Heißt ich habe es zwei mal wirklich probiert. Und es nicht ausgehalten in dieser Enge. Ich bin inzwischen schon lange Single aber nicht irgendwie damit arrangiert. Ich genieße mein Leben und bin glücklich. Habe viele Herausforderungen und noch so viele Pläne und Ziele die ich erreichen will. Das ist mein Leben und gehört mir ganz alleine. Also gestalte ich es so wie ich will.
    Ich habe mich sehr gefreut hier von so vielen Gleichgesinnten zu lesen. Euch allen von Herzen alles Gute und viel Liebe und Glück in euren Herzen!

  13. Hallo,

    ich bin jetzt 49 Jahre alt und der Artikel spricht mir aus dem Herzen. Es ist, als ob ich dort von mir schreibe. Es fällt mir jedoch schwer, mir meinen Wunsch nach einem Singleleben einzugestehen und es auch offensiv zu vertreten und zu akzeptieren.
    Ich empfinde mich doch als defizitär und nicht richtig. Das wird noch befeuert durch die vielen Bücher, die es jetzt zu Bindungsangst gibt, z.B. von Stefanie Stahl.
    Es gibt mir Mut, dass es anderen genauso geht. Ich fühle mich auch nicht einsam, habe ein paar gute Freunde, Bekannte, treibe Sport und bin unterwegs. Schon Anfang der Pubertät habe ich gesagt, dass ich nicht heiraten will und auch keine Kinder will. Ich habe damals schon Enge verspürt. Ich wollte frei sein. Eroberungen machen mir Spaß, aber es wird schnell langweilig und anstrengend.
    Vielleicht gibt es doch mehr Frauen, die so empfinden, schon immer so empfunden haben. Jetzt ist es nur so, dass wir nicht mehr abhängig sind und dieses Leben auch so leben können.
    Unterstützung finde ich auch bei Freunden und Geld verdiene ich selbst.
    Danke für die Beiträge hier!

  14. Vielen Dank für deinen tollen Artikel.
    Ich bin jetzt Anfang 30 und finde mich in deinem Beitrag absolut wieder. Ich bin gerne alleine und bin tatsächlich eine Einzelgängerin. Ich arbeite mit Kundenkontakt und will nach der Arbeit einfach nur noch meine Ruhe haben und für mich sein. Ich habe einen sehr sehr engen Kontakt zu meinen Eltern und meiner jüngeren Schwester (mit der ich auch in den Urlaub fahre und gerne auch zwischendurch etwas unternehme). Wenig Freunde weil mir die Beziehungspflege zu anstrengend ist. Eher Bekannte mit denen ich ab und zu mal quatsche.
    Mit Hund lernt man einfach unterwegs immer mal wieder Leute kennen und tauscht sich aus. Das reicht mir.

    Es kamen immer wieder Phasen in denen ich an meinem Singleleben gezweifelt habe. Nicht weil ich unglücklich oder einsam wäre. Mir geht es sehr gut. Ich bin glücklich und zufrieden. Sondern weil von außen Erwartungen an mich herangetragen werden, die mich an mir selbst zweifeln lassen. Kupplungsversuche, mitleidige Blicke, ungläubiges Nachfragen (Nicht aus meiner direkten Familie. Die wissen das ich zufrieden bin sondern entfernte Verwandte, Kollegen, Bekanntschaften). Dann frage ich mich: Bin ich normal? Was stimmt mit mir nicht?
    Dann zwinge ich mich in Singlebörsen zu schreiben bzw. aktiv zu suchen. Finde auch nette Männer, mit denen ich mich nach etwas schreiben teilweise dann auch treffe. Für mich sind diese Treffen anstrengend und ich würde meine Zeit lieber zuhause mit einem Buch, bei einem Kaffee mit meiner Schwester oder auf einem Spaziergang mit meinem Hund verbringen.
    Nach den Treffen kommen dann häufig die Gedanken: warum tue ich das? Ich will das doch gar nicht… Und dann stoße ich den Mann direkt wieder von mir weg. Und habe ein richtig schlechtes Gewissen weil ich es doch auch hätte vorher wissen können…
    Ich muss mich dann immer wieder daran erinnern das es nicht meine Aufgabe ist, die Erwartungen anderer zu erfüllen sondern meine eigenen Bedürfnisse in meinem Leben wichtiger sind. Das verliere ich ab und zu aus den Augen.

    Bzgl. Kinderwunsch bin ich gespalten: Ich mag Kinder, ich liebe meine Neffen und wäre bestimmt eine gute Mutter. Aber Kinder sind nicht mein Lebensziel. Da ich nun in einer Zeit lebe, in der ich es mir aussuchen kann ob ich Kinder bekomme, würde es mir auch schwer fallen mein jetziges Leben für Kinder aufzugeben.
    Der einzige Gedanke der ab und zu kommt: Verpasse ich etwas? Werde ich später mal bereuen nie Mutter gewesen zu sein?
    Eigentlich ein irrationaler Gedanke denn ich will ja offenbar nicht Mutter sein… und ich sehe in diesem Bild offenbar auch keine Familie mit Ehemann und kleinem Häuschen im Grünen. Ich habe nur Bedenken eine Erfahrung zu verpassen, die andere Frauen in ihrem Leben gemacht haben.

    Wenn ich dann daran denke wie ich mir mein Leben in 10 Jahren vorstelle, sehe ich mich mit Hund in meiner abgezahlten Eigentumswohnung, mit weniger Arbeitsstunden und auf vielen Reisen.
    Und das sollte mir doch eigentlich schon zu denken geben, dass ich unterbewusst offenbar schon weiss was ich will, aber aufgrund der Erwartungen anderer Menschen und Schubladendenken, an mir selbst zweifle.

    • Hallo Julia! Herzlichen Dank für deinen Kommentar – darin finde ich mich auch wieder, bis auf die Treffen mit den Männern, darauf möchte ich nicht verzichten! 😀 😀 Was deine Zweifel betrifft, kann ich dich voll verstehen. Also vor allem, was das Muttersein betrifft. Aber dann denke ich mir, wir wissen doch gar nicht, was in 30, 40 Jahren passiert. Ich denke nämlich, erstens werden sich Beziehungskonzepte und Wohnkonzepte ändern. Vielleicht wird unsere Gesellschaft auch wieder offener und weg von dieser Paarbeziehung mit Kind(ern). Vielleicht sind wir dann lustige Leihomis oder haben Pflegekinder oder leben in einem kleinen Dorf, in dem es eine familiäre Gemeinschaft gibt, oder, oder oder … man weiß es nicht. Außerdem können wir uns jeden Tag für ein neues Leben entscheiden und wenn ich jemals das Gefühl habe, ich möchte nun eine Beziehung, werde ich das auch anstreben. Ich denke, ich habe – und ich schätze dich genau so ein – ein ziemlich gutes Gefühl für mich und meine Bedürfnisse. Klar wäre es toll, Mutter zu sein, Mutterliebe zu spüren und ein schutzbedürftiges Wesen aufzuziehen, ihm Liebe zu geben. Andererseits möchte ich die Einschränkungen nicht in Kauf nehmen, eben, weil es auch viele andere Möglichkeiten gibt, Kinder im Leben zu haben. Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und freue mich, wenn du wieder einmal etwas von dir hören lässt. 🙂

  15. Pingback: 5 Fragen, die du als Singlefrau nicht mehr hören kannst. Plus Antworten zum Auswendiglernen. -

  16. Danke^^ Mir geht es auch sehr sehr ähnlich. Ich finde es interessant, dass bei mir erstmals die mehrmalige Auseinandersetzung wegen Kinderwunsch stattfand. Und mittlerweile da abgeschlossen, sehe ich immer mehr ein, dass eine Partnerschaft auch nicht wirklich notwendig ist. Und was früher nur Männer vorbehalten war, entdecken Frauen mehr und mehr für sich, was wunderbar ist. Ich bin auch 34 Jahre alt.
    Drück dich und danke nochmal für deinen Beitrag^^

  17. Hallo Pipa,
    sicher hast du es jetzt schon sehr oft gehört oder/und gelesen, aber ich habe dieses innige Bedürfnis dich wissen zu lassen, dass du genau mein Leben beschreibst und auch das wunderschöne Bild, welches ich ebenfalls im Geiste mit mir trage ( und nun auch mit dir ) die Sache mit dem Häuschen, den Garten, den Schaukelstuhl und die Kätzchen.
    Danke, dass du so wunderbar geschrieben hast.
    Du bist als wärst du mein Zwilling.

  18. Liebe Pipa
    Dein Text hat mich zu Tränen gerührt. Es ist als ob du über mich geschrieben hättest. Es tut so gut diese Worte zu lesen, zu merken dass es anderen auch so geht und man nicht allein damit ist. Dein Text macht mir Mut mein Leben genau so weiter zu leben, nicht mehr zu hinterfragen nur weil es nicht einer Norm entspricht. Ich danke dir von Herzen liebe Pipa dass du, was ich nicht konnte, so wundervoll, ehrlich und offen in Worte fassen konntest! Sollte ich mich wieder einmal hinterfragen, so werd ich einfach deinen Text lesen – dann komm ich auf meinen Weg zurück! ❤️ Janine

    • Janine, und dein Kommentar hat MICH zu Tränen gerührt! Es gibt so viele glückliche Singlefrauen, das sehen wir hier in den Kommentaren und ich bekomme auch viele Nachrichten. Ja, wir leben so weiter wie wir es wollen! 🙂

      • Hallo, liebe Gleichgesinnte, ich hab sowohl den Text von Pipa als auch Eure Kommentare gelesen und mich in meinem Alleinsein bestärkt gefühlt. Ich war ja auch nicht immer allein, wie viele von Euch. Mein Mann war sehr lange sehr krank und ich habe ich lange gepflegt. Nun bin ich seit einiger Zeit Witwe und viele wollen mir einreden, dass ich ja nun sooo allein bin und sooo einsam. Aber ich fühle mich sehr wohl so – ich wünsche mir auch, ne verschrobene Alte zu werden, mit Haus und Garten und Tieren (haha). Haus, Garten und Hund hab ich schon, über 60 bin ich auch schon und somit auf dem besten Weg!!! Ich find’s toll, dass andere auch diesen Wunsch haben. Es hat mich sehr darin bestärkt, mich nicht verrückt machen zu lassen und mein Leben, so wie es jetzt ist, ohne schlechtes Gewissen zu genießen!!
        Danke Euch!!! Sabine

  19. Das ist der beste und authenischste Bericht über Singlefrauen den ich jemals gelesen habe.Ich bin seit 2 Jahren mit 55 Jahren Single und sehr glücklich mit mir.Hätte ich das nur früher gewusst. So zufrieden mit meinem Leben (natürlich inkl.meiner Katze) war ich noch nie vorher!!

    • Wie schön, Olga! Das geht runter wie Öl. Sogar ich denke mir, hätte ich das früher gewusst, obwohl ich eh mit jungen 25 Jahren meine letzte Beziehung hatte! 😀 😀 😀

  20. Tolle Zeilen, die du da geschrieben hast.
    Auch ich dachte oder denke vielleicht ab und zu noch, dass ich wohl etwas anders geraten bin als andere Frauen. Obgleich ich feste Beziehungen hinter mir habe, hatte ich einfach immer das Gefühl, dass mich dieses ganze Partnerding überhaupt nicht befriedigt. Auch ich gehöre zu den gesund egoistischen Menschen, die schlecht nach irgendeiner Pfeife tanzen, sich einengen oder manipulieren lassen können/wollen.
    Es hat aber tatsächlich eine Weile gedauert bis ich begriffen habe, dass mit mir alles in bester Ordnung ist und es ganz wundervoll ist allein zu sein. Nicht einsam!
    Sehr lange dachte ich, es darf mir doch nicht gefallen, allein zu wandern, allein zu kochen, allein zu shoppen, allein irgendwas…..es kann doch nicht normal sein, es von ganzem Herzen zu lieben, Dinge allein zu tun.
    Aber JA…es ist völlig normal, weil es mein innerstes Bedürfnis ist!
    Und wie witzig außerdem…ich habe eine ganz ähnliche Vorstellung von meinem Lebensabend. Nur, dass bei mir eher Hunde als Katzen eine Rolle spielen ; -)
    Noch nie, ich schwöre, habe ich in solchen Vorstellungen einen anderen Menschen neben mir gesehen.

    In diesem Sinne
    LG

  21. Hallo Pipa,

    ich finde so wie du dein Leben beschreibst klingt es doch gut. Ich bin auch Single und hatte bisher nie eine richtige Partnerschaft (und bin auch keine alte Jungfer) und bin nicht unglücklich damit. Es ist nicht so, dass ich eine Beziehung generell für mich ausschließe, aber aktuell will ich einfach nicht. Mir sind gute Freunde und meine Familie wichtiger als ein Partner und ich brauche wie du definitiv meinen Freiraum und mein Reich für mich.
    Meine Familie akzeptiert das, nur im Freundeskreis und der ferneren Verwandtschaft wird immer mal wieder nachgehagt was denn die Liebe so macht. Und eine ehemalige Klassenkameradin von mir hatte ernsthaft Mitleid, weil ich mit 31 “immer noch” keine Kinder und keinen Partner habe.
    Tja Kinder will ich keine, auch wenn ich sie mag, aber sie passen einfach nicht in mein Lebenskonzept. Aber ich mag lieber das Haus voller Tiere als voller Kinder. Am besten zu meinen Nagern noch 2 große Hunde, ein Haus oder eine große Wohnung, dann noch die passende Stelle in meinem Traumjob, den ich auch als alte Oma noch ausünen will, am besten noch ein paar weitere Fremdsprachen erlernen, und meine vielen Hobbys mit Gleichgesinnten ausleben und ab und zu die Welt bereisen.

  22. hört sich wirklich nach einem ehrlichen und erfüllten leben an. es ist dein leben deiner wahl bis zum letzten tag? oder ist es jetzt so und in 20 jahren vielleicht anders? der mensch braucht körperkontakt und nähe, sonst wird er krank. du bevorvorzugst freundschaft plus? in tinder & co kannst du aus dem vollen schöpfen und du bist attraktiv genug, um in bars und sonstwo flirtspass und selbstbestätigung zu bekommen?! du hast die richtige schulter zum ausweinen, wenn das schicksal brutal zuschlug und worte nicht mehr trösten können? und die schulter hat selbstverständlich zeit, wenn du sie brauchst, so wie die andern zeit haben, wenn du sie brauchst? so wird es dein leben lang gehen, mit 50, mit 60, oder mit 75, sie werden immer da sein, die plusfreunde und tindermatches, die verständigen heulschultern und wilden kerle im bett? was für herrliche aussichten auf ein erfülltes leben, vielleicht bist du dann aber auch längst “unter”, zufällig, versteht sich vielleicht ist es nur gerade jetzt so, weil es gerade jetzt so furchtbar einfach ist so zu sein, als frau, wenn viele männer nur matches & unverbindlichkeit suchen und bieten können oder wollen. ich bin keine singlefrau, ich bin ein kerl. ich hab das gelesen und mir nur mal so meine gedanken gemacht….

    • Hallo Tom. Du versteifst dich auf mein Sexualleben. Mein Beziehungsleben (Familie, Freundschaften) sieht komplett anders aus – lieb, dass du dir Sorgen machst. 🙂 Lg, Pipa

  23. Christiane Schafflhuber

    Oh ich freue mich ueber all die tollen Kommentare!
    Ich war schon ein paarmal Single eine Weile (trotz Kindern,) Diese Zeiten zwischen den Partnerschaften waren im Rückblick dich die schönsten !!!
    Trotz meiner momentan noch bestehenden Ehe seit 17 Jahren, bin ich ausgezogen vor 1,5 Jahren -immer wieder neue Versuche (Kämpfe)! Ichbin die Emanze nr. 1 und brauche keinen Mann heißen die verbalen Ohrfeige u.a.
    Wahrscheinlich ist es so …, hab halt keine Lust nur wegen meines weiblichen Geschlechtes in eine Rolle der Untertanin zu kriechen.
    Trotzdem hab ich plötzlich Angst dann einsam zu verkümmern da ich auch sehr abgeschottet in der Ehezeit lebte und mit Arbeit auch immer reichlich eingedeckt wurde, damit keine anderen Ansprüche Zeit und Raum bekommen konnten!
    Naja aber klar ist mittlerweile, dass ich unter solcher Herrschaft nicht mehr leben will! Zu alt für eine Arbeitsstelle und auch wenig Freunde hier habe.
    Genieße aber jede freie Zeit schon jetzt, die ich mit mir zusammen und meinen Katzen habe ‚
    Christiane 57

  24. Mareike

    Liebe Pipa, wenn ich Deinen Text lese, könnte ich denken, Du schreibst über mich 🙂 Ich finde es fantastisch, dass Du Dich in Deinem selbst geschaffenen Leben wohl fühlst und Dich “ganz” fühlst, auch wenn Du keinen Partner hast. Solange die Gesellschaft das als unnormal betrachtet, sind wir immer noch nicht weiter bei der Emanzipation. Erst heute sagte mir jemand, wenn ich noch länger Single bin, werde ich zum Problemfall, weil ich dann von meinen Gewohnheiten nicht mehr abweichen möchte und sozusagen beziehungsunfähig werde. Die Menschen wissen gar was sie mit solchen Sätzen anrichten können. Aber für mich stimmt mein Leben, deshalb sollen die anderen über mich denken, was sie wollen. Ich bin extrovertiert und ein sehr fröhlicher, lustiger Mensch, habe einige gute Freunde, tolle Hobbys, auch ein paar Katzen und stelle mir wie Du vor, im Alter als Katzenfrau in einem Haus im Wald zu leben. Und ich liebe meine Wohnung als meine Oase, wo alles so ist, wie ich es gern habe. Ich bin offen für alles, das Leben geht seine eigenen Wege. Aber ich mache mein Glück niemals von anderen Menschen abhängig!
    Nicht jeder Mensch hat den Mut sich sein Leben so einzurichten, wie es ihm gefällt und die wenigstens sind wirklich und wahrhaftig glücklich. Also halt an Deiner Einstellung fest und bleib so wie Du bist. Du bist nicht alleine! Lieben Gruss – Mareike

    • Liebe Mareike! Danke für deine soooo tolle Nachricht! Ich freue mich so sehr drüber. Mir bedeutet es nämlich auch so viel, wenn Frauen berichten, dass es ihnen ähnlich geht – weil es uns eben zeigt, dass keine Frau anders ist, die lieber als Single lebt! Ziehen wir später dann ins gleiche Dorf? 😀 😀 😀 Dann können wir gegenseitig auf unsere Katzen aufpassen! 😉

  25. Hallo Pipa,
    ich liebe deine Blogs, ich lese sie sehr gerne und ich muss immer schmunzeln beim lesen. Ich habe auch vor ein paar Wochen angefangen zu schreiben, es geht um Frauen, Kultur, alleinerziehende Mamis usw. Ich würde mich über deine ehrliche Meinung freuen. Bitte schau bei mir vorbei.

    LG, Easter.

    • Liebe Easter, danke für deinen Kommentar! Ich habe natürlich auch auf deine Seite geschaut und du hast echt einen total spannenden Blog! Aber nicht nur die Themen gefallen mir, auch mag ich deine Schreibe und da bin ich echt sehr anspruchsvoll! 🙂 Ich vermisse natürlich noch deine Social-Media-Kanäle, damit ich sie abonnieren und auf dem Laufenden bleiben kann! Liebe Grüße! 🙂

  26. Dieser Artikel und die Kommentare darunter sind traurig. Ich empfehle das Buch “Die vier Grundformen der Angst” des Psychoanalytikers Riemann. Hier insbesondere die Beschreibung der schizoiden Persönlichkeitsstruktur.

    • Dir hingegen empfehle ich besonders die Beschreibung der depressiven und der zwanghaften Persönlichkeitsstruktur.

  27. Pingback: Warum ich mich nach dem Pille absetzen erst richtig als Frau fühlte -

  28. Hi Pipa, dein Text ist super und es ist megaentspannend mal jemanden “zu treffen” der nicht das von der Gesellschaft verbreitete klassische Rollenbild der Frau vertritt. Mich hat schon früh in meiner Jugend das Gefühl beschlichen, dass mir der Mann nichts bringt, ich da aber offensichtlich anders bin als die anderen. Es gab wenige Beziehungsversuche und irgendwie war es immer sinnlos. Eine nette unterstützung hin und wieder, aber ich fühlte mich immer als wenn ich gleichgeschaltet mit den anderen einer festgeschriebenen Rolle folgen müsste, außerdem hatte ich noch nie Lust mich groß zu fügen und irgendwie anpassen zu müssen. Frauen können alles oder noch viel mehr als die Typen, die sich selbst schon geil finden, weil sie’n Typ sind. Gut, das sind wohl die Hormone, vielleicht kann er ja nix dafür.. Ich hab nur keine lust wie es alle hier schreiben dafür negativ beurteilt zu werden, weil ich ohne partner lebe. Ich erlebe auch schon seit 100 Jahren von Männlein und Weiblein, privat und auf Arbeit, selbst von Familie, dafür bemitleidet oder für sozial inkompatibel gehalten zu werden. Da muss sich in der Gesellschaft echt was ändern

    • Hallo Mel, danke für deinen Kommentar! Dass sich was ändern soll, sehe ich genauso, wobei ich denke, dass ganz viele Frauen so ticken aber sich vielleicht noch gar nicht trauen, so zu leben! Ich bin aber zuversichtlich. 🙂 🙂

  29. Hallo!
    Da ich erst seit ca. 2,5 Jahren Single bin, werde ich zum Glücknoch nicht von meinen Mitmenschen bemitleidet. Aber ich war/bin in dieser Zeit so glücklich, entspannt und zufrieden wie nie zuvor in meiner langen Partnerschaft und auch davor und danach in kürzeren Beziehungen.
    Ich brauche auch keinen Mann für Sex, ich bin einfach so glücklich, was wohl kaum jemand verstehen kann.
    ABER ich habe ein Kind, das mir sehr viel gibt, liebe und gute Freunde und einen Beruf, der mich ausfüllt.
    Da ist gar kein Platz mehr für eine Partnerschaft, die in meinem Fall meistens eher kräftezehrend als bereichernd war. Im Grunde genommen sucht man in einer Beziehung doch nur Bestätigung und Nähe. Das kann ich aber auch woanders bekommen.
    Also habt den Mut euer Leben zu leben wie ihr es möchtet und euch dabei gut fühlt! Lasst doch die anderen reden, vielleicht sind manche sogar nur neidisch.

  30. Cheyenna

    Bin durch Zufall hierhergeraten und möchte allen Frauen noch mehr Mut machen, als Single zu leben.

    Ich habe alle Formen von Partnerschaft hinter mir, von Wochenbeziehungen bis hin zu einer fast zwanzig Jahre dauerenden Ehe. Vor etwa acht Jahren habe ich entschieden, keine Beziehung mehr eingehen zu wollen, und es ging mir von Beginn an sehr gut damit. Ich habe alles erlebt, was mir wichtig schien, aber ich lebe nicht aus der Vergangenheit, sondern im hier und jetzt. Ich bin 60, komme materiell klar, mit eigenem kleinen Haus, einem interessanten Freiberuflerjob und komplett autonom. Kein Mann kann dieses Gefühl ersetzen, tun und lassen zu können, was ich will. Kein Anpassen, kein Aufhübschen, keine Kompromisse. Großartig.

    Und keine Angst vor Einsamkeit im Alter. Es gibt nichts einsameres als ein Paar, das sich anschweigt, das sich vielleicht nie wirklich etwas zu sagen hatte. Viel Glück allen hier!

    • Liebste Cheyenna! Ich freue mich gerade ganz besonders über deinen Kommentar! Dem schließe ich mich vollinhaltlich an, jedem einzelnen Wort! Vielen Dank!!! <3 <3 <3

  31. Hallo,

    mein Motto lautet: Die Freiheit ist das schönste im Leben, doch viele ziehen die Knechtschaft vor!
    Kann jeder für sich selber entscheiden ob sie/er in einer Partnerschaft leben will. Ich beispielsweise fände eine Partnerschft nicht schlecht, nur bin ich absolut egoistisch, wie Ihr wahrscheinlich auch. Egoismus ist ein echtes wohlstands Problem, doch wir leben doch alle -noch recht gut- damit 😉

    Grüße Emma
    .

  32. Ich bin genau so eine alte “Jungfer” geworden, mit Häuschen, Rosengarten, Katzen und Hund und vielen Büchern. Herrlich!
    Das Einzige was mich immer noch stört, ist dass ALLE, ich meine Männer und Frauen denken, dass mir etwas fehlt. Ein guter Partner, zB. IMMER noch! Und ich bin jetzt Weissgott lebenserfahren genug, um dies zu verneinen. Ein Partner fehlt mir höchstens ab und zu um auf meine Tiere aufzupassen, wenn ich verreise. Aber das will dann eben keiner leisten. So sieht’s aus!

    • Oh, wie hört sich das toll an, Yvonne! Danke für deinen Kommentar. 🙂 Was Tiersitting betrifft, gibt es doch auch schon so viele Möglichkeiten …

  33. Der Artikel könnte von mir stammen. Ich habe sogar optische Ähnlichkeit mit dir, Pipa. Ich bin eine superglückliche Singelfrau. An Verehrern mangelt es mir auch nicht, aber keiner darf in mein Nest rein, keiner darf in mein Leben rein. Ich verstehe wirklich nicht, warum heiraten Frauen überhaupt. Sie gehen freiwillig in die Knechtschaft eines Mannes.

    • Ganz meiner Meinung Zoya Es ist schön, zu wissen, dass man doch kein auf der Venusist, dass es hier auf Erden doch Gleichgesinnte gibt Das einzige, woran ich wirklich “leide” ist nämlich die Einstellung, Herabsetzung und Verurteilung der Gesellschaft gegenüber Frauen wie uns. Dass einem täglich eingeredet werden will, dass irgendetwas mit einem nicht stimmt und man so oder so “unausstehlich” sein muss, nur weil ihr Horizont nicht über den Tellerrand hinausreicht. Wie ich au h hier schon las… Nahestehende Personen meinen einen besser zu kennen, als man dich selbst. Und ich bin auch 33, es wird immer schlimmer je älter man wird, dass doof gequatscht wird. Meine Lebensform als Single wird tagtäglich angegriffen, dabei bin ich gerade die, die stets tolerant war und alle anderen akzeptiert hat, auch das Fremdgehen anderer, weil es ihr und nicht mein Leben ist. Dieses Messen mit zweierlei Maß macht wirklich traurig. Ich könnte nie jmd betrügen. Warum auch? Ich würde die Verbindung zunächst beenden und dann meinen Trieben folgen. Warum ich keinen Mann “brauche”? Weil in den letzten 13 Jahnen ohne glücklich war, mit stets unglücklich. Mein Leben hat noch kein Mann groß bereichert und das muss er auch nicht, weil ich allein für mein Leben verantwortlich bin, so wie zweite/dritte/andere auch ganz allein für sich selbst verantwortlich sind – meine Meinung. Habt eine gute Zeit alle zusammen

      • Und ganz deiner Meinung, July! 😀 Deine Zeilen könnten nämlich auch 1:1 aus meinem Leben stammen! Ich erinnere mich gut an ein Gespräch mit einem älteren Herrn, der damit komplett überfordert war und mir von Frustration bis hin zu Homosexualität alles andichten wollte, nur um mich irgendwie in sein Weltbild zu quetschen. Und wie du bin ich ein überdurchschnittlich toleranter Mensch, der sich nie in das Leben anderer einmischte! Aber in den Köpfen der Menschen muss halt noch viel passieren, bis endlich jede/r in Ruhe leben “darf” wie er/sie es möchte …

    • Jetzt würde ich natürlich zu gerne wissen, wie du aussiehst, Zoya! 😀 😀 Das mit dem Nest verstehe ich gut, eine Heirat würde ich nicht ganz so radikal als Knechtschaft bezeichnen. 😀 Aber ich weiß auf jeden Fall, was du meinst, ich fühle mich auch sehr schnell in meinen Freiheiten eingeschränkt. Ich freu mich auf jeden Fall, dass immer mehr Frauen den Mut haben, zu diesem Lebenskonzept zu stehen, wenn es sie glücklich macht! Danke dir, liebe Zoya! 🙂

  34. Super Artikel. Ich bin immer noch in der Selbstfindungsphase, was ich will und wohin ich will. Ich habe auch keine Lust eine Partnerschaft einzugehen, weil ich die Freiheit brauche. Dabei helfen mir solche Artikel sehr gut, da sie mir aus der Seele sprechen und mir helfen, in den vorgegebenen Konventionen das zu sehen, was sie sind: einschränkende Vorganben. Die meisten Männer machen das Leben ohnehin nicht reicher, sondern erhöhen die Mühen, verpflichtungen und Aufwendungen, die dem eigenen Leben dann abgehen.

    Da habe ich auch keine Lust drauf. Supi, dass es auch anderen Frauen so geht.

  35. Pingback: lass los: so wirst du glücklich! - frauenmut

  36. Super Artikel,
    aber die Katzen hätte ich weggelassen..
    Ziehen dich als eigenständiger, Freiwilliger Single doch am Ende in eine mitleidige Schiene

  37. Guten morgen Pipa

    Selten einen Artikel gelesen, der mir so aus der Seele spricht. Danke auch fürs verlinken!

    Schönes Wochenende und ein hoch auf uns! Ich werde gleich alleine in die Berge fahren, Wellnessen und entspannen <3

    Liebe Grüsse,

    Paula

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