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Singlefrau: warum ich ehrlich keinen Mann brauche!

Ich habe mir das Leben als Singlefrau im Jahr 2009 selbst ausgesucht, warte nicht auf den Richtigen und ich habe auch nicht einfach resigniert.

Fakt ist: ich BRAUCHE einfach keinen Mann und habe eigentlich nie einen gebraucht. Und ich verwende absichtlich dieses Wort.

Vielleicht denkst du dir jetzt: Wieder so eine, die sagt, dass sie keinen Mann braucht, aber sich insgeheim nach dem Traumprinzen sehnt. Manches wird dir nach dem Lesen dieses Beitrages klarer erscheinen. Und wenn nicht, ist es auch okay. 

Ich werde nicht die hundertste Liste schreiben, warum das Leben als Singlefrau besser ist, als eine Partnerschaft zu haben. Genauso schlimm wäre es, wenn ein Elternteil darüber schreibt, dass es besser ist, einen Sohn zu haben anstatt einer Tochter.

Es geht nicht darum, welches Lebenskonzept besser oder schlechter ist.

Es geht darum, dass das eine Lebenskonzept dem anderen gleichwertig ist. Sofern du es selbst gewählt hast und du keinen Leidensdruck verspürst.

Ich möchte dir einen Einblick geben, warum ich nicht den einen Menschen in meinem Leben brauche, der alle meine Bedürfnisse erfüllt. Weil meine Bedürfnisse durch mehrere Menschen erfüllt werden.

Ich bin nicht allein mit meinem Alleinsein

Da ist Carina, die ständig damit konfrontiert wird, dass sie der Liebe davonläuft.

Sinah, die nicht mehr hören will, dass sie sich endlich ein Partner suchen soll.

Aleksandra, die sich fragt, warum Singlestatus immer Einsamkeit bedeuten muss.

Paula, der die Menschen unterstellen, das Singleleben sei langweilig oder sogar gefährlich!

Als Singlefrau muss man sich oft rechtfertigen

Lustig, dass das Lebenskonzept Singlefrau so spannend für andere Menschen ist. Weil es einfach immer noch „komisch“ ist, als Frau allein zu sein.

Und bemerkenswert, dass wir Singlefrauen uns selbst so viele Gedanken über dieses Thema machen (müssen).

Ich empfinde es manchmal so, als würde mein Gegenüber auf die Offenbarung warten, dass ich tieftraurig bin, weil ich (noch) keinen Freund habe.

Oder ich begegne Menschen, die mir versichern, dass der Richtige schon noch kommen würde. Da haben sie fast schon Tränen in den Augen aus Mitleid.

Oder Männer, die fragen, warum denn eine Frau wie ich denn keinen Freund oder Mann hat.

Was ist denn bitte eine „Frau wie ich“?

Mein Bruder sorgte auf einer Familienfeier für Lacher als er sagte: „Jaja, jetzt tut sie so cool. Und wie sie dann darin aufgehen würde, wenn sie für einen kochen und putzen kann.“ In solchen Situationen – auch wenn ich mitlachte und keine Spaßverderberin sein wollte – wird mir schmerzlich bewusst: Selbst nahestehende Menschen glauben, dass sie mich besser kennen als ich mich selbst. Weil ich mein Leben so führen sollte, wie es die gesellschaftliche Ordnung verlangt und jede Abweichung davon unverständlich und irritierend ist.

Ich möchte richtig verstanden werden. Die Entscheidung für ein Leben als Single ist eine individuelle Entscheidung. Damit will ich sagen, dass es nicht im Allgemeinen so ist, dass eine Frau keinen Mann „braucht“. Geborene Familienfrauen werden sich ein Leben ohne Mann und Kinder nicht vorstellen können. Wenn solche Frauen sich ihren Traum nicht erfüllen können, wird ihnen etwas fehlen. Oder sie werden sich bei Nichterfüllung gut arrangieren müssen.

Jede Frau braucht doch einen Mann. Das war schon immer so.

Dass es immer mehr Singles gibt, liegt, glaube ich, nicht daran, dass sich die Menschen geändert haben. Sondern eher die Umstände. Ich denke, dass es schon immer Menschen gab, die emotional keine Partnerschaft brauchten. Und dass es schlicht für die Aufzucht des Nachwuchses vonnöten war.

Wäre ich in diesen früheren Zeiten aufgewachsen, hätte ich selbstverständlich einen Partner gebraucht. Es hätte auch gar keine Diskussion darum gegeben, ob ich Mann und Kinder will. Ich wäre schwanger geworden und hätte mich schließlich dem Ganzen gefügt.

Und ja – vielleicht hätte mir das Leben als Ehefrau und Mutter auch gefallen!

Heute habe ich die Wahl. Und will mich nicht aktiv dafür entscheiden. Weder für einen Partner oder Mann, noch für eine Familie.

Ich brauche natürlich, wie alle anderen Menschen auf der Welt, Liebe, Aufmerksamkeit, geistige und körperliche Nähe und Zärtlichkeiten.

Ich brauche nur nicht den einen Mann für das alles.

Zu zweit ist alles einfach schöner!

Für viele Menschen ist es das. Für mich nicht.

Als Singlefrau werde ich oft gefragt, ob ich denn nicht viel lieber zu zweit fernsehen will. Oder ob ich nachts im Bett nicht einsam bin und mich nach jemandem sehne.

Fernsehen ist so ziemlich das Allerletzte, was ich zu zweit machen will und ich genieße die Zeit alleine auf der Couch unglaublich.

Wenn ich von einem anstrengenden Tag nach Hause in meine Wohnung – mein Heiligtum, mein Nest, meine Oase – komme, möchte ich einfach nur meine Ruhe. Die Vorstellung, dass jemand auf mich wartet oder nach mir nach Hause kommt und etwas von mir will, ist richtig schlimm.

Und ja, das Bett. Ein Kapitel, das auch berücksichtigt werden muss.

Singlefrau und Sex

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Thema als Singlefrau anzugehen.

Die Garantie auf Sex ist jedenfalls für mich kein Grund, eine Beziehung einzugehen. Ich kenne Paare, die feiern öfter Weihnachten und Ostern im Jahr, als dass sie miteinander schlafen.

One Night Stands sind eher für die Zeit, wenn man noch jung oder viel im Nachtleben unterwegs ist, würde ich sagen. Oder beides. Und funktionieren wunderbar in Verbindung mit Alkohol. Sie sind aber meiner Erfahrung nach nicht wirklich erfüllend.

Ich bevorzuge vorwiegend Enthaltsamkeit. Oder Varianten, bei denen man sich kennenlernen und Vertrauen aufbauen kann. Freundschaft plus, Romanzen und wie sie alle heißen.

(Für etwas mutigere und offene Frauen: In diesem Artikel findest du die besten Tipps zum Casual Dating als Frau – also für den Fall, wenn du mal unkompliziert Spaß haben möchtest.)

Dauersingles sind beziehungsunfähig

Das mag sein. Ich bin der Meinung, dass man schon ein gewisser Typ Mensch sein muss, um ein „erfolgreiches“ Singleleben führen zu können. Eher einzelgängerisch. Das gilt vielleicht nicht für die Allgemeinheit, aber auf mich trifft es zu.

Dazu bin ich introvertiert und schüchtern. (Meine Lieblings- und Herzensmenschen fallen bei diesen Aussagen wohl gerade lachend vom Stuhl.) Ob diese Eigenschaften zu Beziehungsunfähigkeit beitragen, weiß ich nicht.

Es ist mir aber auch egal. Für mich fühlt sich das Leben ohne romantische Partnerschaft gut an. Platonische, langjährige Beziehungen habe ich genug, was mir zeigt, dass ich nicht grundsätzlich bindungsunfähig bin.

Frauen wollen keinen Partner mehr, weil sie enttäuscht worden sind

Ich mag Männer sehr gerne und habe, denke ich, keine Vertrauensprobleme oder Bindungsangst, wie es einer Singlefrau oft unterstellt wird. 

Diesen Punkt möchte ich trotzdem nicht komplett ausschließen. Es gibt bestimmt manche Frauen, denen ein Mann so wehgetan hat, dass sie gar keinen Partner mehr wollen.

Ich war von meinem 16. bis zu meinem 25. Lebensjahr fast durchgehend in Beziehungen und von der großen Liebe über nett bis hin zu toxisch war alles dabei. Richtig enttäuscht fühlte ich, bis auf den ersten Liebeskummer mit 20. Klar hatte ich danach genug von den Männern. Aber auch der schlimmste Liebeskummer geht irgendwann vorbei.

Der Hauptgrund, warum ich irgendwann aufgehört habe, Partnerschaften einzugehen, war der, dass sie mich einfach nicht erfüllten. Und dass ich mich ständig nach Freiheit sehnte und eine Beziehung eher „praktisch“ und gesellschaftlich notwendig war.

Liebe und Nähe

Wo holt man sich denn die Liebe, wenn man keinen Partner hat?

Für mich ist Liebe viel mehr als nur Sache zwischen Mann und Frau.

Auch Singles können Liebe empfinden. Ich fühle pure Liebe, wenn ich mit Lieblingsmenschen in ein tiefgründiges Gespräch abtauchen kann. Wenn ich mit meiner Katze kuschle. In meinem Elternhaus bin. Ich bin von Liebe und Kraft erfüllt, wenn ich an schönen Orten in der Natur bin. An meinem Lieblingsbach zum Beispiel, an dem wir die Bilder für meinen Blog geshootet haben oder irgendwo, wo es ganz still und grün ist.

Liebe ist also für mich nicht etwas, was mir ein anderer Mensch aktiv gibt, indem er mir sagt, dass er mich liebt. Zu oft werden diese Worte auch achtlos ausgesprochen und kommen nicht von Herzen. Liebe ist für mich keine Handlung.

Liebe ist ein Gefühl und Liebe besteht nicht aus leeren Phrasen. Es ist für mich ein Zustand, in dem ich vollkommen erfüllt bin, indem ich gerade etwas tue oder einfach nur sein darf.

Wenn du das verstehst, fühlst du dich nie wieder ungeliebt.

Die romantische Liebe

Natürlich kommt  es vor, dass ich mich verliebe, wenn auch ausgesprochen selten.

In den letzten Jahren waren die Gefühle aber nie so stark oder der Mann besonders genug, dass ich dafür mein Singleleben aufgegeben hätte.

Es ist in etwa mit diesem Szenario vergleichbar: Stell dir vor, du bist in einer glücklichen Beziehung und liebst deinen Partner. Dann verguckst du dich ein bisschen in einen anderen.

Würdest du jetzt mit deinem Partner Schluss machen?

In meinem Fall ist meine wichtigste Partnerschaft die Beziehung zu mir selbst. Ich bin mir treu und achte darauf, was mir gut tut und darauf, dass ich glücklich bin. Und bei all dem ist es mir auch wichtig, frei zu sein. Warum das also für ein Strohfeuer aufgeben?

Die Romantik brauche ich nicht so sehr. Kuschelmusik finde ich kitschig und Heiratsanträge in der Öffentlichkeit peinlich. Sonnenuntergänge genieße ich sehr gern auch alleine.

(Edit im Jahr 2021: Dass ich Romantik allgemein nicht mag, würde ich heute so nicht mehr unterschreiben.)

Das Thema Kinder

Menschen sind oftmals sehr betroffen, wenn sie hören, dass eine Frau keine Kinder will.

Kinder sind für mich auf jeden Fall ein Argument, eine Partnerschaft einzugehen. Als Kind dachte ich, ich werde einmal Mama sein. Mit 16 dachte ich, dass ich mit 25 Kinder bekommen werde.

Heute bin ich 34 (Stand: 2016) und ich habe noch immer keinen Kinderwunsch. Ich höre auch meine innere Uhr nicht ticken.

Was wäre für mich nun die Lösung? Trotzdem ein Kind bekommen und dann hoffen, dass mich die Mutterschaft automatisch glücklich machen wird?

Einen gesellschaftlichen Auftrag erfüllen? Das will ich nicht. Dann kämpfe ich lieber dafür, dass andere Frauen, die in der Mutterschaft aufgehen, bessere Bedingungen haben und mehr Kinder haben können, sofern sie es wollen.

Männer und flirten

Ich rede gerne mit Männern, ich bin gerne mit Männern zusammen und ich flirte auch gerne mit ihnen.

Dafür eignen sich Dating-Apps oder einfach mal weggehen bestens. Hier ist alles drin, von ein bisschen schäkern bis hin zu tiefgründigen Gesprächen. Alle diese Formen und den Austausch mit Männern genieße ich sehr.

Eine Partnerschaft – für immer ausgeschlossen?

Ich bin immer offen für Menschen, die mein Leben bereichern.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass ich mich jemals für einen Menschen und eine Partnerschaft entscheiden würde, wenn er mein Leben noch schöner machen könnte.

Es ist nur gerade absolut undenkbar, dass ein einziger Mensch dies längerfristig schafft und ich dafür meine Freiheiten aufgebe.

Eben, weil ich im Moment alles habe, was ich will, brauche und rundum sehr glücklich bin.

Ob ich im Alter dann alleine sein will?

 Für viele ist es das Horrorszenario schlechthin.

Ein kleines Häuschen am Land, ein paar Tiere.

Ein Garten.

Sich nicht darum kümmern, was die Leute sagen und ein bisschen kauzig sein.

Im Ruhestand im Schaukelstuhl sitzen, lesend, mit einer der Katzen am Schoß.

Wenn ich an dieses Bild denke, bin ich selig.

Als verrückte, alte Katzenfrau enden.

Meinem Lebenstraum kommt das sehr, sehr nahe.


 

Edit im August 2019

Vielen lieben Dank für all eure Reaktionen und Kommentare! 

Ich habe mir nie träumen lassen, was dieser Beitrag erreicht hat. Er ist bei Edition F gelandet und wird dort immer wieder geteilt, er wird häufig kommentiert und vereinzelt erreichen mich noch immer E-Mails von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind oder die sich für meinen derzeitigen Status interessieren.

Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Ich bin noch immer Singlefrau und genieße mein Leben in vollen Zügen. Im Januar 2019 habe ich mich als Blogcoach selbstständig gemacht und seither noch weniger Zeit bzw. Energie für Liebe und Romantik. 

Als ich im Frühjahr 2019 einen Bandscheibenvorfall hatte und mehrere Monate außer Gefecht und sehr hilflos war, dachte ich, wie praktisch es doch wäre, eine Beziehung zu haben und einen Mann, der unterstützt. Nachdem ich wieder fit war, waren diese Gedanken auch wieder im Hintergrund. 

Will ich wirklich für immer Single bleiben?

Meine Antwort darauf lautet aus heutiger Sicht: Mein Leben ist momentan schön und überwiegend erfüllt. Ich plane keine Partnerschaft, ich schließe aber auch nichts aus.

Noch vor drei, vier Jahren, wäre eine feste Bindung zu einem Mann komplett unmöglich für mich gewesen. Mittlerweile habe ich jedoch wieder viele Menschen kennengelernt, mit verschiedenen Beziehungskonzepten. Angefangen von der Fernbeziehung bis hin zu getrennten Wohnungen oder Schlafzimmern. 

Sollte jemand in mein Leben treten, ohne den ich nicht mehr leben will, werde ich weitersehen. Ich verschließe mich nicht. Vielleicht treten ja auch mehrere Menschen in mein Leben – niemand weiß es. 🙂 Was ich weiß: Es wäre wohl keine konventionelle Beziehung. 

Ich binde meinen Beziehungsstatus niemandem auf die Nase und gehe mit meinem Konzept nicht hausieren. Auch übe ich keine Kritik an anderen Konzepten.

Mir ist es einzig und allein wichtig, damit in Frieden gelassen zu werden. Und es berührt mich nicht, wenn andere diese Lebensart nicht nachvollziehen können, solange es sich für mich richtig anfühlt

Meine Reise zu mir selbst

Zu mir zu finden und herauszufinden, was ich will, hat viele lange Jahre gedauert. Ich habe mit ungefähr 25 Jahren angefangen, mich mit meiner Persönlichkeit auseinanderzusetzen und an mir zu arbeiten. Mich mit mir anzufreunden. Das war ungefähr zu dem Zeitpunkt, als ich meine letzte Beziehung beendete. 

Das hat mir letztlich auch geholfen, zu meinem Lebenskonzept zu stehen und darüber so offen schreiben zu können. 

Ich danke jeder/m Einzelnen von euch für all eure Reaktionen und Kommentare, für jedes Teilen und Liken, für jedes einzelne Wort.

Eure Pipa

Literaturtipps für Interessierte

Mein erstes Buch, dass annähernd mit dem Thema zu tun hat war „Yoga. Kraft für die Seele„*. Meine Mama schenkte es mir um meinen 20. Geburtstag herum, als es mir sehr schlecht ging (erster Liebeskummer!). Ich las es erst viele Jahre später. In einem Kapitel steht sinngemäß, dass einen selbst nicht das ausmacht, was andere sehen oder einem zuschreiben. Das war für mich sehr augenöffnend und ich denke, das war der Beginn der Entdeckungsreise zu mir selbst. 

Was mir außerdem geholfen hat, war der Feminismus. Er hat mir geholfen, frei zu sein und die absolute Gewissheit zu entwickeln auch als Frau alleine einen hohen Wert in der Gesellschaft zu haben. Der Feminismus hat es mir persönlich ermöglicht, aus starren Rollenbildern auszubrechen.

Ich habe viele weitere teilweise spirituelle Bücher gelesen, die mir geholfen haben, meine jetzige Standfestigkeit und Stärke zu entwickeln und einige möchte ich hier anführen, denn ich denke, sie können vielleicht auch der einen oder anderen unter euch weiterhelfen.

 

Hinweis für Kommentare: Dies ist meine persönliche Geschichte zu meinem Lebenskonzept.  Ich freue mich über einen Austausch in den Kommentaren.

Themenrelevante Kommentare sind sehr gerne gesehen. Kommentare, die ein anderes Thema behandeln oder gegen meine Werte (Höflichkeit, Respekt) verstoßen, werden nicht freigegeben und gelöscht.

Beitragsbild: Daniela Vallant Fotografie

105 Kommentare zu “Singlefrau: warum ich ehrlich keinen Mann brauche!

  1. Ach meine Liebe, wenn ich ordentlich verdienen würde und einen sozialen Netz hätte, der bei Not helfen kann, würde ich mein Mann vor die Tür setzen. Er verursacht nur mehr Probleme und mehr Aufwand…das Leben wäre so viel einfacher allein mit meinen Haustiere. Kein Schnarchen mehr, nur kochen und essen was ICH mag, keine langweilige Gespräche über seine Arbeit und seine lächerliche Hobbies, kein aushalten seiner idiotischen Laune, kein hinterher Waschen und Putzen… Seine Firma stellt bald auf Home Office um und ich krieg die Krise… Wenn man Frauen fair zahlen würde oder das Leben allein bezahlbar wäre, wären soooo viele von uns Single und glücklich! Männer sind meistens eh nur fürs Finanzielle da…und mit dem, was wir für ihnen tun, ist das auch mehr als gerecht.

  2. Hallo Pipa,ich kann dich sehr gut verstehen. Obwohl ich 40 Jahre verheiratet war,mein Mann ist vor 2 Jahren gestorben,bin ich jetzt ebenfalls als Single glücklich. Denn das Glück liegt in uns. Wenn wir mit uns selbst nicht glücklich sein können,sind wir es auf lange Sicht auch nicht mit einem Partner. Jeden Tag im Hier und Jetzt zu leben und das Leben so anzunehmen,wie es kommt,ist stressfrei und gesund. Danke für deine Erfahrungsberichte! Dir weiterhin alles Gute.

    • Liebe Irene, danke dir für deinen Kommentar. 40 Jahre Ehe sind eine lange Zeit, ich denke, da ist es wirklich eine Umstellung plötzlich wieder alleine zu leben und vom Schmerz möchte ich jetzt gar nicht reden. Tatsächlich kenne ich sehr viele Frauen, die mehr oder weniger früh verwitwet waren. Als ich ein Kind war, traf das auf fast alle meine Großtanten und Freundinnen meiner Großmutter zu. Ich denke, das hat mich auch beeinflusst oder mir gezeigt, dass es ganz „normal“ ist, dass Frauen alleine gut leben können. Klar, dann noch mit eigenen Kindern und Familie. Was du sagst, sehe ich ganz genauso. Es kommt nicht drauf an, einen Partner zu haben oder nicht, um glücklich zu sein. Obwohl ich mir nie anmaßen werde zu sagen, dass das Singleleben die bessere Option ist. Es ist einfach EINE Option. Danke dir! 🙂

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